OB Sauerland kündigt Erklärung zur Frage der Verantwortung an
07.07.2011 | 18:15 Uhr 2011-07-07T18:15:00+0200
Duisburg. Duisburgs OB Adolf Sauerland hat eine Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. Unterdessen hat die Bürger-Initiative, die seine Abwahl betreibt, bereits mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt.
OB Sauerland hat für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. „Warten Sie noch ein paar Tage“, sagte er am Rande der Eröffnung der Sparkassen-Erlebniswelt im Zoo.
In dem Gespräch mit der WAZ bestätigte Sauerland, dass die Zitate aus dem am Donnerstag erschienenen Artikel des Zeit-Magazins „schon einige Wochen zurückliegen“ und im Zuge des WDR-Dokumentarfilmes entstanden seien. Er habe dort das gesagt, was er schon seit geraumer Zeit geäußert habe.
Der OB erklärte, dass er an der Gedenkveranstaltung im Wedau-Stadion am 24. Juli, dem Jahrestag der Katastrophe, nur dann teilnehmen werde, wenn er ein „klares Signal“ der Angehörigen der Opfer dazu habe. „Ich respektiere das Votum der Angehörigen“, erklärte er. Noch vor dem Sonntag werde er sich mit der Mutter eines Opfers treffen.
Warten auf ein „Signal“ der Angehörigen der 21 Todesopfer
Sauerland wird an dem Sonntag auf jeden Fall in Duisburg sein. Sollte er nicht zur Gedenkveranstaltung gehen, werde er „mitkriegen“, was im Stadion passiert. Der OB kündigte an, dass er aber an den von den Kirchen geplanten Messen an dem Wochenende teilnehmen werde. Außerdem werde die Stadt sicherstellen, dass die Angehörigen wie gewünscht an dem Jahrestag ungestört im Tunnel ihrer Angehörigen gedenken können.
Die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ rückt auch nach den jüngsten Veröffentlichungen über Sauerland nicht von der Forderung ab, er müsse den Weg für einen Neubeginn in Duisburg freimachen. „Auch diese versuchte Entschuldigung wäre wahrscheinlich ohne die massiven Unterschriftkampagnen für seine Abwahl nicht zustande gekommen“, heißt es in einer Pressemitteilung. 15 Tage nach dem Start der Kampagne seien bereits mehr als 20.000 der nötigen 55.000 Unterschriften gesammelt worden.

10:30
#102
ich verstehe nicht,dass die Exgattin diese Heuchelei unterstützt,siehe Sparkassengala.
#103
wer seine Familie mit hineinzieht,gibt seine Privatsphäre auf und muß sich nicht wundern,wenn die Verhältnisse hinterfragt werden.
Von einem Politiker erwarte ich Ehrlichkeit,egal ob im Job oder Privatleben,mal ganz naiv gesagt.
02:58
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02:23
Sie aber wollen etwas auf einer persönlichen Ebene betreiben. Das könnte man auch als groben Unfug bezeichnen.
#101 von AxelKrause , am 09.07.2011 um 00:33
Sorry, sehe ich nicht so. Sauerland reitet auf der Mitleidswelle und trägt das Wohl seiner Familie demonstrativ wie eine Monstranz vor sich her. Diese angebliche Familie ist seit einem Jahr ein Teil seiner verlogenen Verteidigungsstrategie geworden. Er präsentiert sich als angeblicher Familienmensch, der er längst nicht mehr ist. Auch dies wirft einen deutlichen Schatten auf seine Glaubwürdigkeit. Im Normalfall sollten uns die Familienverhältnisse eines Politikers nicht interessieren, einverstanden. Ein Mann wie Sauerland benutzt allerdings seine Ehemals-Familie, von der er längst geschieden ist, als Schutzschild für seine Verteidigungsstrategie und buhlt damit um Mitleid bei den Bürgern. Sauerland instrumentalisiert seine Ex-Familie. Schmutziger gehts nicht.
00:33
#100 von D.Kluge
Da ist es zwingend erforderlich, dass man diese Haltung hinterfragt.
Das ist nicht mehr erforderlich sondern sattsam bekannt. Intime Details seines Lebens sind eben persönliche Dinge, die niemanden zu interessieren haben. Es sei denn, man hätte keine Argumente gegen sein politisches Verhalten.
Jeder weiß doch worum es geht. Das erfahre ich jeden Tag am Stand. Sie aber wollen etwas auf einer persönlichen Ebene betreiben. Das könnte man auch als groben Unfug bezeichnen.
00:13
#97
Der OB aus Duisburg kündigt eine Erklärung an.
Vorher hat er wortreich erklärt, warum er so gehandelt und geredet hat.
Das hat er alles sehr persönlich mit vielen Verweisen auf seine Person, auf seine persönliche Situation und seine sonstige Befindlichkeit erklärt.
Fast schon so, als ob er als das arme Opfer gar nicht anders gekonnt hätte.
Da ist es zwingend erforderlich, dass man diese Haltung hinterfragt.
Und da ist es der Transparenz geschuldet, dass man die Ergebnisse dieser Überprüfung auch ins Netz stellt. Wie alles andere auch.
Wobei es noch nicht alles ist......
00:03
#98 von wattearvolt
Eine Peinlichkeit nach der anderen.
Die nächste folgt sogleich mit dem verbilligten Eintritt im Zoo am Jahrestag der Katastrophe der LoPa.
Das ist nicht mehr nachvollziehbar.
Wer merkt in Duisburg überhaupt noch irgendwas?
23:45
Ich möchte noch etwas anhängen, was ich eben in einem anderen Thread schon eingebracht habe.
Diesen Hinweis gab mir ein Mitarbeiter des Kultusministeriums in Düsseldorf, und er war sehr empört über das Gelesene.
Der folgende Absatz stammt aus der Broschüre Play - Das Jahresmagazin der Duisburger Philharmoniker 2011 / 2012.
Ich zitiere den ersten Absatz des Vorwortes, unterschrieben von Adolf Sauerland und Karl Janssen (einem unserer begnadeten Dezernenten und so dermaßen kunstbeflissen):
Liebe Konzertbesucherinnen
und Konzertbesucher,
ein Jahr lang hat das Ruhrgebiet und damit auch Duisburg
dem kulturellen Leben seinen Stempel aufdrücken dürfen.
Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 wurden kreative
Projekte erdacht und angeschoben. Aufregende
Veranstaltungen
wurden geplant und an teilweise außergewöhnlichen,
aber für das Ruhrgebiet typischen Veranstaltungsorten
durchgeführt. Damit hat sich eine oft verkannte
Region eindrucksvoll einem breiten Publikum vorgestellt.
Ich lese daraus, 2010 war ein gutes Jahr und es ist nichts Bemerkenswertes passiert (erst recht nicht in Duisburg).
Pfui Teufel !
23:20
Wollen wir Sauerland abwählen, weil er in der Zukunft einmal in Mülheim wohnen könnte?
Wollen wir Sauerland abwählen, weil er in seinem Privatleben vermeintliche Schwächen aufweist?
Nein, wir wollen, daß Sauerland abgewählt wird, weil er seinem Amt als Oberbürgermeister nicht gerecht wurde und wird. Weil er es ablehnte die natürliche Verantwortung, die aus seinem Amt erwuchs, gerecht zu werden.
23:01
#95 von taosnm
Durchaus keine Begriffsstutzigkeit.
Nur Zusammenhänge nicht erkannt.
Ist aber nicht weiter relevant.
Für wen ist auch nicht die richtige Frage
(das folgt bestimmt noch),
sondern für was.
22:37
#94 Vielleicht bin ich begriffsstutzig, doch hättre ich gern Aufklärung, für wen ich Propaganda mache, denn leider weiss ich es selbst nicht.