Norske Skog Duisburg wird rund 200 Mitarbeiter entlassen

Norske Skog in Walsum baut 50 Prozent der Produktion ab.
Norske Skog in Walsum baut 50 Prozent der Produktion ab.
Foto: Peggy Mendel / Ruhrkontrast
Was wir bereits wissen
Der Walsumer Papierhersteller Norske Skog entlässt im kommenden Jahr rund 200 Mitarbeiter. Grund dafür ist die Einstellung einer der beiden jetzigen Papiermaschinen. Betroffen vom Stellenabbau sind sowohl Mitarbeiter in der Produktion als auch in der Logistik, Verwaltung, Technik und Technologie.

Duisburg.. Rund 200 Mitarbeiter des Walsumer Papierherstellers Norske Skog werden im kommenden Jahr ihren Job verlieren. Wie berichtet, schaltet das norwegische Unternehmen am Duisburger Standort zum Jahresende eine der beiden Papiermaschinen ab. Dadurch halbiert sich die Produktion von 440.000 auf 220.000 t.

Derzeit arbeiten im Walsumer Werk etwa 500 Menschen, rund 460 gehören zur Stammmannschaft, die übrigen haben Zeitverträge. Zudem gibt es einige Azubis, deren Ausbildungen in absehbarer Zeit enden, Anschlussverträge soll es für sie nicht geben. Sobald der Arbeitsplatzabbau abgeschlossen ist, werden in der 1962 gegründeten Fabrik noch rund 260 Menschen arbeiten.

Laufende Verhandlungen mit Betriebsrat

Wann die Stellen reduziert werden und wer betroffen ist, steht noch nicht fest. Trond Sverre Flaten, Manager des Walsumer Unternehmens, sagte am Montag, dass die Verhandlungen mit dem Betriebsrat liefen. Zum Stand der Dinge indes wollte er sich nicht äußern. Er bestätigte aber noch einmal, dass sich am Plan, eine der beiden etwa gleichgroßen Maschinen zum Jahresende abzustellen, nichts geändert habe.

Nach Informationen unserer Zeitung wird derzeit über die Gründung einer Transfergesellschaft nachgedacht, die die 200 nicht mehr benötigten Mitarbeiter maximal ein Jahr lang auf neue Jobs vorbereiten – und auch Arbeitsplatz-Vermittlungen übernehmen soll.

Betroffen vom Stellenabbau sind nicht nur Mitarbeiter in der Produktion, sondern auch in den Abteilungen Logistik, Verwaltung, Technik und Technologie.

Bis Ende dieses Jahres will Flaten mit dem Betriebsrat die Details besprechen und zum Jahresbeginn 2014 die Liste der Mitarbeiter vorlegen, die gehen müssen.