Wilfried Mühl siegt beim Königschießen in Neumühl

Erwin Reich und Wilfried Mühl (rechts) kämpften um die Königswürde.
Erwin Reich und Wilfried Mühl (rechts) kämpften um die Königswürde.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Schützengesellschaft St. Hubertus hat seit Sonntagabend einen neuen König. Beim 151. Schuss fiel der Vogel von der Stange.

Neumühl..  Mit Musik, Tanz, guter Laune und Spannung haben die Mitglieder von St. Hubertus ihr großes Schützen- und Volksfest gefeiert. Zum Höhepunkt der dreitägigen Sause auf dem Festplatz an der Gartenstraße in Neumühl gab es ein Duell bei Blitz und Donner – ein Finale in Hollywoodmanier.

Fröhliches Fest zum Ausklang

Während sich das Wetter am Sonntagnachmittag mehr und mehr verschlechterte, traten Prinzgemahl Erwin Reich und Oberst Wilfried Mühl zum Schießen um die Königswürde an. Die Pfänder waren bereits gefallen. Es grummelte und flackerte am Himmel, während die insgesamt 21 angetretenen Schützen des Vereins abwechselt auf den Rumpf schossen, bevor sie den Finalisten den Vortritt ließen. Die beiden machten es spannend, viele Runden vergingen, zwischenzeitig regnete es und der Wind pfiff. Dann, mit dem 151. Schuss, gab der hölzerne Flattermann nach und fiel hinab. Mühl machte sich zum König der Schützenbruderschaft und löste Reich als Oberhaupt ab. Der Jubel war groß, auch der Unterlegene freute sich für und mit Mühl. Gemeinsam ließen die beiden sich von den anderen feiern und bejubeln. „Ein würdiges Finale”, fand auch Schützenbruder Günter Hamann: „Zwei erfahrene Schützen, die sich nichts geschenkt haben. Ein schöner Abschluss für das Fest.”

Ganz vorbei war das Fest aber dann doch nicht. Der neue König musste noch offiziell gekrönt werden und wählte Ehefrau Marion zur Königin. Die Schützen hatten zum Glück noch genug Kraft für einen letzten Höhepunkt: Sie tanzten, schunkelten, sangen gemeinsam und ließen das Fest ebenso euphorisch und fröhlich ausklingen, wie sie es begonnen hatten. Das Festzelt bebte noch einmal.

Zu den Pfändern: Daniel Bohne schoss den Kopf des Vogels ab, Kathrin Anna Winkelmann traf das Zepter, Michel Winkelmann holte sich den Apfel, und die Flügel gingen an Dirk Fiedler (rechts) und Erwin Reich (links).