Westende Hamborn freut sich über frischrenovierte Räume

Nach Renovierungsarbeiten wurde am 11.05.2015 die Boxhalle an der Buschstraße in  Hamborn wiedereröffnet. im Boxring: v.l. Helmuth Kons, Gabriele Grillo, Ali Eran, Horst Enning und der Deutsche Junioren-Meister in der Jahrgangsstufe 2, Antonyo Stefan (16).
Nach Renovierungsarbeiten wurde am 11.05.2015 die Boxhalle an der Buschstraße in Hamborn wiedereröffnet. im Boxring: v.l. Helmuth Kons, Gabriele Grillo, Ali Eran, Horst Enning und der Deutsche Junioren-Meister in der Jahrgangsstufe 2, Antonyo Stefan (16).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Sportverein in Duisburg-Hamborn hat die Boxhalle an der Buschstraße renoviert. Die Firma Grillo stellt das Gebäude mietfrei zur Verfügung.

Marxloh/Hamborn..  Die Boxabteilung des Sportvereins Schwarz Weiss Westende Hamborn hat für 10 000 Euro ihr Trainingsdomizil an der Buschstraße 76 aufgepeppt. Mit Stolz präsentierten Abteilungsleiter Ali Eran und Gesamtvereinsvorsitzender Helmuth Kons am Montagnachmittag die renovierten Räume.

„Fast ein Jahr lang haben wir gearbeitet“, erzählt Kons der heutigen Immobilieneigentümerin Gabriela Grillo. Grillo-Prokurist Jörg Römermann nickt. Er kann gut verstehen, wieso die Arbeiten so lange gedauert haben: „Ich kenne die Räume ja von früher.“ Die alten Holzfenster mussten repariert, von der Wand fallender Putz musste ausgebessert, die Heizung wieder auf Temperaturen gebracht werden. Damit schöne, helle Räume entstehen konnten, war auch ein kompletter Anstrich nötig – nebenbei wurden überflüssige Wände rausgebrochen. Vorteil der neuen Großräume: „Jetzt habe ich alle Jugendlichen stets im Blick“, sagt Ali Eran augenzwinkernd.

Der Backsteinbau stammt von 1910, diente anfangs als Schule und war 85 Jahre im Eigentum der Stadt. Als die die Räume nicht mehr selbst nutzen konnte und wollte, stellte sie sie dem Sportverein zur Verfügung. 1999 übernahm Grillo den Bau, die Sportler durften bleiben.

Geräte haben den Charme der 1960er Jahre

„Seit mindestens 50 Jahren nutzen wir die Schule jetzt schon für unsere Boxer“, sagt Kons. „Auch die Judoka haben früher dort gekämpft. Offiziell ist diese Abteilung aufgelöst, aber die Alten Herren treffen sich immer noch hier und halten sich fit“, ergänzt der Vereinschef. Alte Herren bedeutet: Die meisten Mitglieder sind fast 80 Jahre alt. „Wir kämpfen aber nicht mehr“, sagt einer, der sich die Einweihung der neugestalteten Räume nicht entgehen lassen wollte. „Wir machen nur noch Gymnastik.“

Die Boxer indes, überwiegend Jugendliche, gehen mächtig zur Sache. Sie finden alle Trainingsgeräte vor, die sie benötigen: Sandsäcke, Sprossenwände, Kurz- und Langhanteln – und vor allem einen richtigen Ring mit Hanfseilen als Begrenzung. Die Geräte sind alt, versprühen den Charme der 1960er Jahre.

Verein hofft auf Nutzungsverlängerung

Knapp 50 Mitglieder zählt die Boxabteilung heute, „80 Prozent der Leute sind unter 18“, sagt Eran. Die zahlen im Jahr laut Kons 100 Euro Mitgliedsbeitrag. Der ist nötig, weil die Abteilung die Unterhaltskosten für die Trainingsräume selbst aufbringen muss.

Miete dagegen mussten die Boxer weder an die Stadt, noch an Grillo zahlen. Und das wird auch so bleiben: „Wir haben die Räume für 25 Jahre zur Verfügung gestellt bekommen. Zu den gleichen Bedingungen wie von der Stadt“, berichtet Kons. Augenzwinkernd, mit Blick zu Jörg Römermann, ergänzte er: „Und ich hoffe, dass wir eine weitere Verlängerung über 25 Jahre kriegen.“