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12.08.2009 | 16:47 Uhr 2009-08-12T16:47:00+0200Ruhrort. Die St.-Sebastianus-Schützenbrüderschaft aus Ruhrort beschreitet neue Wege. Pünktlich zur Schützenfestsaison haben sich die sechzig passionierten Schützinnen und Schützen einen Clou ausgedacht.
Denn mit den Jahren schrumpft die Brüderschaft, der überlebenswichtige Nachwuchs bleibt aus, findet keine Zeit für wöchentliche Vereinstreffen am Schießstand und gemütliches Beisammensein.
Hafenfest lockt ebenfalls
Und als wäre das nicht schon genug Unglück, lockt das Ruhrorter Hafenfest, das mit dem Schützenfest auf das gleiche Wochenende fällt, die Besucher aus dem Festzelt auf die Hafenpromenade, von der Schützengesellschaft fort. Doch was tun, um den Fortbestand zu sichern, ein Stück deutscher Kultur zu bewahren? Und der modernen Popkultur bunter Feuerwerkskörper selbstbewusst die Stirn zu bieten.
Es muss doch schließlich auch beides gehen können. Wenn potentielle Jungschützen nicht zu den Schützenbrüdern kommen, dann kommen die Schützen eben zu ihnen – das dachten sich die St. Sebastianer und riefen das erste Hafenpokal- und Bürgerkönigschießen aus. Am 22. August, dem Festsamstag, wird das Experiment gestartet, beim Bürgerkönigschießen dürfen Amateure und Anfänger, Duisburger und Nichtduisburger sowie Frauen und Männer (ab 12 Jahren) an die Flinte.
Dynastie begründen
Wer den Vogelrumpf zu Fall bringt, darf sich erster Bürgerkönig der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Ruhrort nennen und die Dynastie der Bürgeschützen begründen.
Am Sonntag findet dann das „Ruhrorter Hafenpokal” schießen statt. Zu gewinnen gibt es einen schmucken Pokal für den Kaminsims sowie den Neid der geschlagenen Titelanwärter. Ob der Plan der Schützenbrüderschaft aufgeht und der eine oder andere Bürger am Schießstand hängen bleibt und für den Schützensport gewonnen werden kann, wird sich zeigen.
Neue Mitglieder gewinnen
„Wir hoffen neue Mitglieder zu gewinnen” erklärt Ernst Wennemann, Erster Brudermeister. „Der Eintritt zu all unseren Festveranstaltungen vom 21. August bis zum 24. August ist frei” - ergänzt er.
Vielleicht ein weiterer Anreiz, bei den Ruhrorter Schützen vorbeizuschauen.
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