Weniger Straftaten in Duisburg-Meiderich

Auch die Meidericher Polizei war vor Straftaten nicht sicher: Vor zwei Jahren standen Polizeiautos in Brand
Auch die Meidericher Polizei war vor Straftaten nicht sicher: Vor zwei Jahren standen Polizeiautos in Brand
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Oberhauptkommissar Holger Hattwig berichtet an einem Infoabend von einer entspannteren Lage am Bahnhof. Wohnungseinbrüche sind leicht gestiegen

Meiderich..  Meiderich ist sicherer geworden. Das berichtet Oberhauptkommissar Holger Hattwig bei einem Infoabend der SPD in der Gaststätte Mismahl zum Thema Kriminalitätsentwicklung. Vor allem im Bereich um den Bahnhof und auch auf der Von-der-Mark-Straße habe sich die Situation im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich entspannt. Die Gäste zeigten sich zufrieden von den Nachrichten, wenngleich sie deutlich machten, dass die subjektive Wahrnehmung manchmal eine andere sei.

Erhöhte Polizeipräsenz

„Entgegen dem, was man oft hört, kann ich sagen: Es ist nicht alles schlimmer geworden“, weiß Hattwig, der seit 38 Jahren als Polizist arbeitet und seit 16 Jahren in Meiderich stationiert ist. Das gelte nicht nur für den Stadtteil Meiderich, sondern auch für Duisburg. „Duisburg gehört zu den drei Städten im Ruhrgebiet mit den wenigsten Straftaten.“

Hauptsächlich, so Hattwig, habe die erhöhte Polizeipräsenz im Bereich Meiderich Bahnhof und auf der Von-der-Markt-Straße dazu geführt, dass es dort nicht mehr so gefährlich ist. Dort gebe es weniger Überfälle, Körperverletzungen und auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Man muss einfach sagen: Die Übeltäter sind fort“, sagt Hattwig. „Wohin sie sind, kann ich nicht sagen, aber es ist Fakt, dass sie sich dort nicht mehr aufhalten.“

Ein Problem sieht der Oberhauptkommissar in den organisierten Einbruchsbanden, die zumeist aus dem Ausland kommen. Die versuchten Wohnungseinbrüche hätten leicht zugenommen „Die Täter sind bestens vorbereitet. Eine Gruppe kundschaftet genaue Abläufe aus: Wann wer zu Hause ist und wann man unbeobachtet in ein Haus einbrechen kann. Die andere Gruppe kommt dann extra aus dem Ausland, bricht ein und verschwindet wieder.“ Diese Tätergruppen seien äußerst schwer zu stellen. „Wir haben keine Anhaltspunkte wie Fingerabdrücke, da diese Personen nicht registriert sind.“

Die Teilnehmer wollten dann wissen, wie man sich gegen Einbrüche schützen kann. „Sämtliche Auffälligkeiten sollte man sofort der Polizei melden. Wir kommen lieber einmal zu oft und sehen nach dem Rechten, als einmal zu wenig“, lautet Hattwigs Rat.