Weihnachtsbeleuchtung gerettet
11.11.2012 | 17:23 Uhr 2012-11-11T17:23:00+0100
Duisburg-Marxloh. Die türkischstämmigen Marxloher werden vom Tiad und dem Begegnungsstättenverein aufgerufen, für die Weihnachtsbeleuchtung zu spenden. Auch Staatssekretärin Zülfiye Kaykin hat sich eingeschaltet.
Es tut sich etwas in Sachen Weihnachtsbeleuchtung Marxloh: Geschäftsleute und Einzelpersonen aus der türkischen Gemeinde wollen sich nach dem Appell des neuen Vereins „Runder Tisch Marxloh“ nun doch intensiv finanziell einbringen, damit „spätestens zum zweiten Advent“, so Ali Aydin, Vorstandsvorsitzender des Tiad (eine Interessenvertretung türkischer Duisburger Geschäftsleute mit Sitz in Marxloh) der Ortsteil im Lichterglanz erstrahlt.
Wie berichtet, hatte der Runde Tisch in einem Brandbrief an mehr als 200 Geschäftsleute um Spenden gebeten. Rückmeldungen blieben bis Freitagnachmittag aus. Unter anderem, wie Tiad-Geschäftsführer Aydin vortrug, weil sich die Kaufleute im Runden Tisch nicht vertreten fühlen. „Es ist nicht verwunderlich, dass die angeschriebenen türkischen Geschäftsleute ... keine Veranlassung sehen, einem Verein Geld zu spenden, in dem sie weder faktisch Mitglied sind, noch dass diese sich sonst in irgendeiner anderweitigen Form repräsentiert fühlen...“
Unsere Berichterstattung bewirkte allerdings ein Umdenken: Am Wochenende diskutierten Tiad und der Ditib-Begegnungsstättenverein an der Warbruckstraße, wie man das Problem lösen kann, weil klar sei, dass „das Image von Marxloh aufgebessert“ werden müsse, so Aydin. Spontan wurden, laut Aydin, zwei Sponsoren gefunden: NRW-Staatssekretärin Zülfiye Kaykin, die bis 2010 Geschäftsführerin der Marxloher Begegnungsstätte war, hat 500 Euro zugesagt. Sie wird, wie sie im Gespräch mit der Redaktion am Sonntag sagte, auch die Schirmherrschaft für die Weihnachtsbeleuchtungsaktion zusammen mit OB Sören Link übernehmen: „Ich finde die Initiative sehr gut, wir müssen die Tradition fortführen. Wir sind doch alle Marxloher“, so Kaykin. Ein „Armutszeugnis “ wolle man sich jedenfalls nicht ausstellen lassen.
Zudem gibt es laut Aydin die Zusage, dass ein weiterer nennenswerter Betrag von Ismail Komsucuk, wiedergewählter Vorsitzender der Begegnungsstätte, beigesteuert werden soll. Er sieht darin einen Beitrag zum Miteinander der türkischstämmigen und deutschen Bewohner Marxlohs. Auch der Tiad will einen entsprechenden Betrag zur Verfügung stellen.
„Wir kriegen ein schönes Sümmchen zusammen“, ist sich Aydin sicher. Er will versuchen, dass die Beleuchtung schnellstmöglich kommt. „Wenn man Geld hat, kriegt man das hin“, sagte er am Sonntag im Gespräch mit der Redaktion. Er und Komsucuk rufen alle Geschäftsleute auf, Geld locker zu machen.
Der Runde Tisch Marxloh soll zu Wochenbeginn über die neue Entwicklung informiert werden.
14:20
Sieh mal einer an die Wahrheit will oder darf keiner wissen,na denn frohes fest
12:05
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11:48
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10:14
Dann hoffen wir mal, das es klappt und ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommt. Egal ob christlich angehaucht oder nicht, Hauptsache ein wenig besinnliche Ablenkung vom Marxloher Alltag.
Leider zeigt dieses Thema auch, wie wenig deutsche Geschäftsleute in Marxloh auf traditionelle Kundschaft Wert legen. Oder gibt es die gar nicht mehr?
Hier noch ein Dank an die Presse und den alten/neuen RT, ohne deren Zutun deutsche Tradition in Marxloh total am Ende wäre. Obwohl das nur noch eine Frage der Zeit ist.
09:47
@4:Eventuell habe ich meine Meinung nicht klar dargestellt.Zunächst halte ich es mit Frau Kaykin-Wir sind alle Marxloher.Ich unterscheide nicht nach Nationalitäten.Meine Äußerung ist als Reaktion darauf zu verstehen, dass die türkischen Geschäftsleute sich selbst auch als solche bezeichnen und beispielsweise nicht als Marxloher Kaufleute.Eine eigene Abgrenzung, auch durch eine eigene Interessenvertretung trägt nicht zum Zusammengehören Aller bei.Den Runden Tisch gibt es zudem bereits seit glaube ich 15 Jahren als feste Institution im Stadtteil.Jedes Jahr wurde das Stadtteilfest für alle Marxloher Bewohner und Geschäftsleute organisiert.Da kann man doch fragen, warum genau diese Geschäftsleute sich nicht repräsentiert fühlen.Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die kleine Vereinsstammtischgruppe allein dafür veranwtortlich ist,dass die vielen angesprochenen Kaufleute so reagieren.Das muss ja ein mächtiger Laden gewesen sein.
08:28
zu 47169
Unter anderem, wie Tiad-Geschäftsführer Aydin vortrug, weil sich die Kaufleute im Runden Tisch nicht vertreten fühlen. „Es ist nicht verwunderlich, dass die angeschriebenen türkischen Geschäftsleute ... keine Veranlassung sehen, einem Verein Geld zu spenden, in dem sie weder faktisch Mitglied sind, noch dass diese sich sonst in irgendeiner anderweitigen Form repräsentiert fühlen...“
Nach wie vor ist Fakt, das in der Vergangenheit gerade vom Vereinsstammtisch viel Porzelan in dieser Richtung zerschlagen wurde. Da sind ihre großspurig geschriebenen
Worte wahrlich ein Witz. Und erst einmal diese Aussage:"Vor 2 Jahren hat der Runde Tisch alles auch für viele türkische Vereine organisiert."
Wenn der RT das Stadtteilfest organisiert , dann doch wohl für alle und es ist ekelhaft wenn dann zu lesen ist, AUCH FÜR VIELE TÜRKISCHE VEREINE.
07:51
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Hauptsache die kriegen das Geld zusammen??
00:17
Also, ich war in den letzten Jahren mehrfach im Jahr beim Runden Tisch.Alle Marxloher werden eingeladen, zu den verschiedensten Stadttteilthemen.Einmal hat der Vorsitzende massiv um türkische Bewohner des Stadtteils für den Vorstand geworben.Letztmalig habe ich viele türkische Vereine dort gesehen, als es um die Abstimmung zu Fördermitteln ging.Auch beim letzten Stadtteilfest,leider vor 2 Jahren hat der Runde Tisch alles auch für viele türkische Vereine organisiert.Warum fühlt man sich dann nicht repräsentiert?Und nun ist plötzlich das Geld da? Ich würde dem Runden Tisch empfehlen, die ganze Weihnachtsbeleuchtung abzugeben- an die die dafür zuständig sind-Die Geschäftsleiute, denn da gehört sie hin.
19:51
"Rückmeldungen blieben bis Freitagnachmittag aus. Unter anderem, wie Tiad-Geschäftsführer Aydin vortrug, weil sich die Kaufleute im Runden Tisch nicht vertreten fühlen". Hier gibt es viel Arbeit für den neuen Runden Tisch Marxloh. Wenn ich die Berichterstattung in dieser Zeitung richtig verfolgt habe, ist doch durchaus ein Platz im sog. Bürgerforum für die türkischen Kaufleute frei.
Arbeit gibt es für den neuen Runden Tisch Marxloh auch an anderer Stelle. Man muss sich zwingend Gedanken darüber machen, warum sich sich die in Marxloh ansässigen Kaufleute deutscher Nationalität nicht zu Spenden bereit erklärt haben.
Haben sie Marxloh als Einnahmequelle abgeschrieben? Wäre schade. Marxloh hat durchaus Kaufkraft, gleich durch welche Nationalität und erst recht durch alle dort vertretenen Nationalitäten.