Weckruf für ausländische Unternehmer
01.06.2010 | 19:07 Uhr 2010-06-01T19:07:00+0200
Die Industrie- und Handelskammer veranstaltete ein Treffen in der Marxloher Begegnungsstätte, um Geschäftsleute vor der Arbeitskräfteknappheit zu warnen. Denn es fehlen immer noch Ausbildungsplätze und Ausbildungswillige - vor allem bei Ausländern.
Propheten gibt es genug. Aber es fehlen immer noch Ausbildungsplätze und Ausbildungswillige vor allem bei Ausländern. „Wenn sich nur zwei gefunden haben, die wieder ausbilden, hat sich der Aufwand gelohnt“, sagt Schiffsausrüster Frank Wittich, „Bildung und Ausbildung sind ein entscheidener Faktor zur Integration.“ Es habe sich zwar viel getan „aber zufrieden können wir noch nicht sein.“ Deshalb waren Wittich und andere Unternehmer, aber auch Organistationen, die sich an der Nahtstelle zwischen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben (IHK, IMBSE, Werkkiste, GfB) engagieren, in die Begegnungsstätte an der Warbruckstraße gekommen. Ihr gemeinsames Ziel: mehr Migrantenunternehmer als Ausbilder zu gewinnen.
Die meisten Unternehmer unter den Migranten sind Familienunternehmen oder Ein-Mann-Betriebe. Für Norbert Geier von der Werkkiste könnte das ein Grund sein, dass nicht so viele Unternehmer gekommen waren: „Die Uhrzeit ist einfach nicht so gut.“ Dennoch steht er hinter der Aktion.
Damit war er nicht alleine. „Wer heute nicht ausbildet, verpasst die Zukunft“, mahnte denn auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Schon heute gebe es rechnerisch zwei Lehrstellen pro Schulabgänger. Nur der Überhang vergangener Jahre verzerre derzeit noch die Perspektive. Aber künftig werde ein Wettkampf um Mitarbeiter einsetzen. Dass dann die Kleinbetriebe in den Wettstreit mit Großunternehmen treten werden, um Mitarbeiter zu gewinnen, sei nicht zu vermeiden: „Aber dann wird es teuer.“
Andererseits ist es auch nicht leicht, Jugendlichen eine Ausbildung schmackhaft zu machen. „Das geht am besten über die Familien“, meint etwa Bürgermeister Ercan Kocalar. Und Erol Yildiz und Hikmet Yazici, der eine Fleischermeister, der andere Generalagent für Turkish Airlines, sind sich einig: „Auch Vorbilder sind wichtig.“ Wer lange bei Eltern ohne Perspektive gelebt habe, werde Probleme haben, sich selbst zu motivieren.
Aber der Wille, hier etwas zu ändern, ist offensichtlich. Selgün Calisir beispielsweise hat inzwischen in seinen Unternehmen fünf Auszubildende. Für den schlechten Ausbildungsstand türkischer Jugendlicher macht er die Sprache vor allem verantwortlich: „Die sprechen weder Deutsch noch Türkisch richtig.“ Der türkische Unternehmer beschäftigt nicht nur Türken sondern auch Menschen aus Polen und Kasachstan. Und auch bei Hikmet Yazici finden sich nicht nur Türken wieder.
Mehmet Yildirim vom Verband der türkischen Unternehmer Tiad, hat seiner Tochter, die nach dem Abitur jetzt für ein paar nach China gegangen ist, den dringenden Rat gegeben: „Du musst die Sprache des Landes sprechen.“
17:17
Die Sprache ist verantwortlich ? Die faulen Drückeberger, die diese Sprache nicht lernen wollen sind verantwortlich !
10:19
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09:52
wenn nicht dann sollten mal die Betreiber herangezogen werden!!!!
09:46
Sind denn nicht in allen Marxloher Brautmodegeschäften Auszubildende im kaufmännischen Bereich.