Walsumer heißen Flüchtlinge in ihrem Ortsteil willkommen

Die Flüchtlingshilfe Walsum plant einen Willkommenstag. Franz Tews, Ulrike Eikhoff und Dieter Eikhoff sind dabei
Die Flüchtlingshilfe Walsum plant einen Willkommenstag. Franz Tews, Ulrike Eikhoff und Dieter Eikhoff sind dabei
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor einigen Wochen kündigte die Walsumer Flüchtlingshilfe ihre Unterstützung an. Jetzt startet die Arbeit. Erstes Kennenlernen nächste Woche.

Walsum.. Einen Willkommensnachmittag bereitet die Walsumer Flüchtlingshilfe den Menschen, die an der Königstraße untergebracht sind. In der neu errichteten Einrichtung leben derzeit 90 Menschen. Das Treffen findet in der kommenden Woche statt.

Als im vergangenen Jahr die umstrittene und nie genutzte Zeltstadt für Flüchtlinge in Vierlinden errichtet wurde, gründete sich die Flüchtlingshilfe. Sie will dazu beitragen, dass die Menschen respektvoll behandelt werden und man will ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei einem Treffen vor einigen Wochen, an dem rund 50 Bürger teilnahmen, kündigte die Hilfe konkrete Unterstützung an – jetzt soll sie beginnen.

Asyl in Duisburg „Es handelt sich um ein erstes Treffen“, sagen Franz Tews und die Eheleute Ulrike und Dieter Eikhoff. Der Stellvertretende Bezirksbürgermeister sowie die beiden ehrenamtlichen Helfer und ihre „Kollegen“ von den Kirchen, Schulen und Verbänden möchten die Flüchtlinge kennenlernen und ihnen das Gefühl vermitteln, im Ort willkommen zu sein. Zudem wollen sich die Walsumer mit ihren Angeboten vorstellen.

Deutschkurse und Hausaufgabenhilfe

Die sind mannigfaltig: Die Helfer möchten dolmetschen, Behördengänge begleiten, Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe und Kinderbetreuung anbieten. Zudem stellen sie über die Kirchen Kleider zur Verfügung, sie statten die Asylbewerber auch mit Haushaltsgeräten aus. Für Kinder halten sie Spielzeug parat.

Etwa 30 Helfer werden am 13. Mai von 14 bis 16 Uhr an der Unterkunft erwartet. Sie werden Namensschilder tragen und sich vorstellen. In kürze werden die Ehrenamtler Ausweise der Stadt bekommen, die freien Zugang zur Sammelunterkunft ermöglichen. Grundsätzlich ist die Anlage für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, ein Sicherheitsdienst ist ständig vor Ort.

Altenzentrum liefert Kuchen

Die Helfer sind schon ganz aufgeregt, freuen sich auf den Besuch an der Königstraße und bereiten sich vor. Das Altenzentrum an der Johanneskirche in Vierlinden wird an dem Tag für kleine Köstlichkeiten sorgen – dort werden Kuchen gebacken.

Mit leeren Händen kommt die Flüchtlingshilfe nicht: „Alle Bewohner bekommen kleine Geschenke“, sagt Tews. „Für die Erwachsenen bringen wir Hygieneartikel mit, für die Kinder Süßigkeiten.“ Derzeit ist der Stellvertretende Bezirksbürgermeister noch auf Sammeltour im Ortsteil – er bittet Geschäftsleute um Spenden für die Flüchtlinge.

In Walsum stehen maximal 92 Plätze zur Verfügung. Derzeit sind dort nach unseren Informationen 51 Männer, 24 Kinder und 15 Frauen untergebracht.