Walsumer befürchten das Aus des beliebten König-Pavillons

Der König-Pavillon dient seit Jahrzehnten als Treffpunkt im Ortsteil. Auch eine Bürgerinitiative nutzte sie schon als Versammlungsort. Das Bild entstand 2010, als Teile der Dr.-Hans-Böckler-Straße nach starken Regenfällen in den Fluten versanken.
Der König-Pavillon dient seit Jahrzehnten als Treffpunkt im Ortsteil. Auch eine Bürgerinitiative nutzte sie schon als Versammlungsort. Das Bild entstand 2010, als Teile der Dr.-Hans-Böckler-Straße nach starken Regenfällen in den Fluten versanken.
Foto: WAZ FotoPool
Wirtin und König-Brauerei sollen neuen Mietvertrag unterschreiben, der aus ihrer Sicht unzumutbare Bedingungen stellt. Deshalb keine Unterschrift.

Aldenrade.. Die Zukunft des König-Pavillons auf dem Kometenplatz ist ungewiss. Die Eigentümerin, ein Immobilien-Fonds mit Verwaltungsgesellschaft in München, hat der König-Brauerei und damit der jetzigen Wirtin Gudrun Jobst laut König-Sprecher Marc Baron einen neuen Mietvertrag vorgelegt, den weder die Brauerei noch die Wirtin unterschreiben wollen und werden.

„Die Konditionen sind indiskutabel“, sagt Baron. Die Münchener, die den Pavillon zusammen mit dem angrenzenden Geschäftshaus vor acht Jahren von der Sparkasse übernommen haben, verlangten nun unter anderem, dass die Pächter künftig auch Reparaturkosten übernähmen. Baron nennt zwei Beispiele: Fiele die fast 30 Jahre alte Heizung oder die ebenso alte Lüftungsanlage der Kneipen-Küche aus, hätten die Brauerei beziehungsweise die Wirtin die Kosten am Hals. Solche Arbeiten seien aber klassisch Sache der Eigentümer, sprich der Fonds-Gesellschaft.

Die Miet-Verhandlungen mit den jetzigen Eigentümern gestalten sich aus Sicht der Brauerei schwierig: Bereits im vergangenen Hochsommer habe man erste Kontakte wegen einer Vertragsverlängerung aufgenommen. Die Gespräche zogen sich bis Anfang 2015. Zu dem Zeitpunkt ging man bei König in Beeck davon aus, dass alles in trockenen Tüchern ist. Sprich: Die alten Mietkonditionen weiterliefen. Doch dann sei in Beeck ein Brief eines Anwaltes mit einem Mietvertrag eingetrudelt. Mit den ursprünglichen Vereinbarungen, so Baron, habe der nichts zu tun. Darin fänden sich die indiskutablen, neuen Konditionen.

Trotz aller Probleme hofft die Brauerei – und mit ihr Wirtin Jobst – dass es zum Abschluss kommt. Beide wollen Planungssicherheit, sprich: Einen Vertrag über fünf Jahre. Bei König hängt davon etwa ab, ob in eine neue Außenmöblierung investiert wird. Derzeit sieht es aber nicht danach aus, dass ein längerfristiger Abschluss zustande kommt. Seit Februar herrsche Funkstille, so Baron. Was nicht unbedingt schlecht sei. Denn: „Wenn weder Mieter, noch Vermieter bis Ende Juni den bestehenden Vertrag kündigen, gilt der alte fort“, sagt Baron. Und zwar bis Ende 2016.

Von der Immobiliengesellschaft war auch am Donnerstag keine Stellungnahme zu bekommen.

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