Vom Gastarbeiter zum Arbeitgeber
17.10.2011 | 17:52 Uhr 2011-10-17T17:52:00+0200
Duisburg-Meiderich. Im Jubiläumsjahr des Anwerbekommens würdigt der Tiad e.V., der Verein türkischer Geschäftsleute in Duisburg und Umgebung e.V., diese Entwicklung durch eine Ausstellung.
50 Jahre sind vergangen, seitdem die Bundesrepublik und die Türkei 1961 das Anwerbeabkommen unterzeichneten.
Aus Menschen mit befristeten Perspektiven wurden Bürger dieses Landes – die Bezeichnung „Gastarbeiter“ hat sich vielfacher Hinsicht überlebt. Aus den türkischen Arbeitern gingen und gehen in Norden Duisburgs immer mehr Unternehmer hervor. Im Jubiläumsjahr des Anwerbekommens würdigt der Tiad e.V., der Verein türkischer Geschäftsleute in Duisburg und Umgebung e.V., diese Entwicklung durch eine Ausstellung.
Der Vereinsvorsitzende Ali Aydin und die „Macher“ der Ausstellung Asligül Aysel und Ilhan Güles nehmen die Besucher mit auf eine Reise: In der Schau „Vom Gastarbeiter zum Unternehmer“ geht es durch 50 Jahre Ruhrgebietsgeschichte, durch 50 Jahre Leben und Entwicklung von Lebensverhältnissen türkischer Einwanderer. Facettenreich dargestellt werden die Lebensgeschichten derer, die zu Unternehmern aufgestiegen sind.
Führungen für Schüler
Die Konzeption: Schautafeln zeigen einerseits entscheidende geschichtliche Ereignisse, die Migrantenökonomie erst ermöglicht haben. Andererseits werden Menschen türkischer Herkunft vorgestellt, die den Weg vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber erfolgreich hinter sich gebnracht haben. Als Bonbon für die Besucher wird die Projektion des kurzen Dokumentarfilms „Die Zeugen eines halben Jahrhunderts“ von der Ekip Group zu sehen sein.
Der Festakt zur feierlichen Eröffnung mit geladenen Gästen findet heute (18 Uhr) im Hüttenmagazin im Landschaftspark statt. Für musikalische Untermalung sorgt die Duisburger Jazz-Combo Tonspur. Die Ausstellung kann vom 19. bis zum 30. Oktober im Hüttenmagazin besucht werden. In diesem Zeitraum ist die Ausstellung täglich, auch am Wochenende, von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Sie wird danach an einen anderen Ausstellungsort wandern.
Öffentliche Führungen mit Kuratorin Aslıgül Aysel finden jeweils am 21., 23, 28. und 30. Oktober (12 Uhr) statt. Sonderführungen, etwa für Schulklassen, Firmen oder Vereine, bitte unter 50 07 164 anfragen.
16:50
/Simonaike
Das habe ich so ähnlich geschrieben aber das wird hier weggedrückt.
15:40
Das Anwerbeabkommen galt nur von 1961 bis 1974. 80% der bei uns lebenden Türken kamen nachher, als Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Ehepartner oder schlicht illegal ins Land.
17:31
Schon 1973 wurde die Anwerbung durch den Anwerbestopp der Bundesregierung aufgehoben.
So, und jetzt kann die Redaktion dieses historisches Datum auch wieder editieren.
So schafft man sich keine demokratischen Freunde !!
12:33
Die viele Brautmodengeschäfte sind Agenturen für Familien-Zusammenführung.
Ach so, deshalb sieht es im Duisburger Norden so aus, wie es aussieht.
Eigentlich schade für die Integration, wenn die Türken mit aller Gewalt unter sich bleiben wollen.
12:25
#3 von schneider67
Die viele Brautmodengeschäfte sind Agenturen für Familien-Zusammenführung.
Das Brautkleid gibts obendrauf.
Da braucht man nicht zu rätsen !
Unternehmer im eigenen Saft !!
12:13
Das ist halt nun mal die freie Marktwirtschaft. Und wenn Kneipen und Teestuben anscheinend nicht zusammen passen, dann setzt sich halt das wirtschaftlich Stärkere durch.
Da es auch eine starke rein türkische Nachfrage (von der Wiege bis zur Bahre) gibt, ist natürlich ein türkisches Wirtschaftswunder bei der bereits vorhanden gewesenen Infrastruktur nur logisch.
Warum es aber so viele Brautmodengeschäfte auf so einer geballten Fläche gibt, ist mir auch ein wenig rätselhaft. Das passt so gar nicht zur freien Marktwirtschaft.
11:58
Das Jubiläumsjahr des Anwerbestopps wird 2013 begangen.
40 Jahre sind dann vergangen.
Welche Jazz-Combo wird dann wohl spielen ?
10:27
Eine zusätzliche Ausstellung für die ehemaligen Bewohner und Unternehmer der nördlichen Stadtteile wäre vielleicht hilfreich. Da könnten die prächtigen Einkaufsziele in denen man eine riesige Auswahl vorfand, die vielen Kinos, Tanzdielen und Diskotheken gezeigt werden. Menschen die aus allen Himmelsrichtungen nach Marxloh strömten um bei Tag und Nacht das pralle Leben zu genießen. Vielleicht erfährt man dann etwas über den Lebensweg der damaligen Unternehmer und der weggezogenen Bürger.