Vikar Felix Schikora aus Duisburg-Marxloh geht nach Namibia

Felix Schikora bei seiner Ordinationsfeier in der Kreuzeskirche.
Felix Schikora bei seiner Ordinationsfeier in der Kreuzeskirche.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In diesem Teil unserer Serie über Mitmenschen im Duisburger Norden berichten wird über Felix Schikora. Er ist Vikar in der Bonhoeffer-Gemeinde.

Marxloh..  Vikar Felix Schikora verlässt in wenigen Wochen seine Marxloher Gemeinde, mit der er erst am vergangenen Sonntag seine Ordination feierte (wir berichteten). Er verlängert sein Vikariat um eine Jahr, geht nach Südwest-Afrika, genauer gesagt: nach Namibia. Danach wird er in seinem Heimatland sein Anerkennungsjahr absolvieren, um anschließend als Pastor tätig zu werden.

Der heute 31-Jährige studierte in verschiedenen kirchlichen Hochschule und Universitäten Theologie, legte sein Erstes Kirchliches Examen in Bonn ab. Er stammt aus Hünxe-Bruckhausen, hat drei Brüder. Zum Theologiestudium hatte er sich schon vor dem Abitur entschieden. „Ich wollte mich mehr mit mir beschäftigen und was machen, was cool ist“, sagt der Kirchenmann. „Als Pfarrer hat man unglaublich viele Chancen, mit Menschen in Kontakt zu kommen“, ergänzt er.

Christlich-geprägtes Elternhaus

Aufgewachsen ist er in einem christlich geprägten Elternhaus: „Meine Mutter war Reli-Lehrerin in Lohberg.“ Aber anders als seine Geschwister, „die mit Christsein wenig zu tun haben“, entschied er sich für den Beruf des Pastors. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, mit anderen Menschen zu arbeiten, für sie da zu sein. So übernahm er im Vikariat alle Aufgaben, die ihm die Bonhoeffer-Gemeinde übertrug.

Er war für Trauungen, Taufen, Beerdigungen, für den Konfirmandenunterricht, die Konfirmation zuständig. Er hielt Gottesdienste, übernahm Seniorenandachten, kümmerte sich mit um die Ausgestaltung der Politischen Nachtgebete und um die Jugend. Und sagt mit einem Augenzwinkern ein: „Und manchmal habe ich auch den Leuten die Leviten gelesen.“ Eine ganz besondere Aktion führte er auch durch: Er ging mit Gemeindegliedern auf eine mehrtägige Pilgerwandertour rund um Duisburg.

Nun also soll für den begeisterten Sportler, Schikora liebt Schwimmen, Kraftsport und Kendo, bald ein neuer Lebensabschnitt beginnen. „Jetzt bin ich noch jung und ungebunden, um noch mal was ganz anderes zu machen“, sagt er. Und so fragte er bei der Kirche an, ob es nicht die Möglichkeit gebe, im Ausland zu arbeiten. Japan hätte ihn interessiert, unter anderem wegen des Kampfsports.

Nach Ostern reist Felix Schikora ab

Die Wahl fiel letztlich auf Namibia, das vor gut 100 Jahren deutsche Kolonie war und wo bis heute in Teilen Deutsch gesprochen wird. Seine Dienststelle liegt in der Nähe von Swakopmund, direkt am Atlantik gelegen. „Das wird bestimmt ein spannendes Abenteuer“, sagt Schikora. „Der Ort soll den Charme eines Ostseebades haben.“

Bis Mitte April wird er der Bonhoeffer-Gemeinde noch zur Verfügung stehen, dann heißt es: Die Wohnung räumen, Koffer packen – und ab geht die Post nach Südwest-Afrika.