Das aktuelle Wetter Duisburg 20°C
Sicherheit & Sauberkeit

Videokameras gegen Vandalismus

16.01.2013 | 16:00 Uhr
Videokameras gegen Vandalismus
Trafen sich in Meiderich zum Thema „Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit“: (v.li.) Ulrich Lüger (Mitglied Bezirksvertretung Meiderich / Beek) , Helmut Peitz (Ordnungsamt) , Robert Philipps (stellv. Bezirksbürgermeister Meiderich/Beek) und Gertrud Bettges (CDU-Bezirksvertreterin) . Foto Ulla Emig / WAZ FotoPool

Duisburg-Meiderich.   CDU-Schwerpunktthema in Meiderich: Bürger verlangen effektive Gegenmaßnahmen

Erneut hatte der CDU-Ortsverband Meiderich die Bürger dazu aufgerufen, mir ihr über das Thema „Sauberkeit und Sicherheit“ zu diskutieren.

In der MSV-Gaststätte Westender Straße waren sich denn auch alle Erschienenen über die Ärgernisse einig: Das Straßenbild verschandelt zusehends, es gibt immer mehr wilden Müll und Wand-Schmierereien.

Nicht nur viele Jugendliche benehmen sich daneben. Aber wenn man sie darauf anspricht, muss man mit bösen Reaktionen rechnen. Nur über die geeigneten Gegenmittel gingen die Meinungen auseinander. Die CDU kann sich mit einer Kamera-Überwachung öffentlicher Plätze anfreunden.

Multikulturelle Probleme

Udo Steinke vom CDU-Ortsverband konnte als Gesprächspartner Helmut Peitz vom Ordnungsamt begrüßen. Peitz un­tersteht der Außendienst der Stadt. „Was können wir als Bürger tun und was können wir zusammen mit der Verwaltung tun?“ Antworten auf diese beiden Fragen erhoffte Steinke sich.

Peitz stellte ausführlich die Zuständigkeiten und Möglichkeiten seiner Behörde dar, erwähnte frühere und bevorstehende personellen Zuwächse. Aber das stellte die Bürger nicht zufrieden. „Der Müll bleibt trotzdem“, hieß es. Und: „Sie müssen am Bürger arbeiten!“ Die Ursachen müssten bekämpft werden.

Aber über das Wie, darüber gingen die Meinungen auseinander. „Sie dürfen nicht nur den Müll wegräumen. Sie müssen die Leute bestrafen“, forderte jemand. „Das geschieht durch unsere Abfallaufsicht“, erwiderte Peitz. Pro Jahr würden in 350 Fällen die Verursacher ermittelt und zur Kasse gebeten.

Für die nötige Aufklärung aber, so Peitz, seien andere zuständig. „Dann sprechen Sie doch mal Jugendliche am Meidericher Bahnhof an“, forderte jemand. „Der Vandalismus ist auch ein multikulturelles Problem“, erklärte ein Bürger. Darin tobe sich auch Hass auf Deutschland aus. Die Kritik gipfelte in dem Vorschlag, eine bewaffnete Bürgerwehr aufzustellen.

Das ging Udo Steinke dann doch zu weit. Er schlug stattdessen vor, eine Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen einzuführen. Das Thema könnte in die politischen Gremien hineingetragen werden. Als weiteren Schritt wurde aufgenommen, im Fall des Meidericher Bahnhofs Vertreter von Bahn, Bundespolizei, DVG und Stadt mal zusammenzutrommeln.

Auch die Schulen, so ein weiterer Vorschlag, könnten in übergreifende Initiativen einbezogen werden. Der „Dreck weg“-Aktion von Bürgermeister Manfred Osenger (SPD) zollten einige Bürger Respekt.

Martin Kleinwächter


Kommentare
Aus dem Ressort
900.000 Reichsmark für Mattlerhof und Wäldchen
Jubiläum
Am 24. April wird der Mattlerbusch 100 Jahre alt. Alles begann an einem Bochumer Beamtenschreibtisch
Lkw mit zwei Containern kippt auf A42 in Duisburg-Beeck um
Lkw-Unfall
Hinter dem Kreuz Duisburg-Nord ist am Morgen ein Lkw auf der A42 umgekippt und behinderte den ohnehin schon durch eine Baustelle beeinträchtigten Verkehr in Richtung Kamp-Lintfort. Die Bergung dauerte bis zum Nachmittag. So lange war der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Duisburgerin stürzt von Balkon und verletzt sich schwer
Unfall
Nachdem ihr Bekannter sie auf dem Balkon ausgesperrt hatte, versuchte eine betrunkene Duisburgerin am Donnerstagmorgen, hinabzuklettern. Dabei stürzte die Meidericherin ab und wurde schwer aber nicht lebensgefährlich verletzt.
Hamborner Heimatverein im Rennen um Stiftungspreis
Wettbewerb
„Ab und zu bekomme ich in meinem Berliner Abgeordnetenbüro ja auch mal Post“, sagt Mahmut Özdemmir, der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Duisburger Norden, und blickt im schmucken Hamborner Ratszimmer verschmitzt in die Runde, „aber neulich war da ausnahmsweise nicht irgendeine Lobbyistenbroschüre,...
Löwen schnurrten in Ruhrort ganz sanft
Konzert
Eigentlich ist die Münchener Band „Löwe“ auf ihrer Deutschlandtour total ausgebucht. Für Britta Gies, Chefin des Café Kaldi, machten die angesagten bayrischen Pop-Poeten allerdings einen spontanen Abstecher nach Ruhrort.
Fotos und Videos
Das Thyssen-Werk in den 50ern
Bildgalerie
Foto-Ausstellung
Altes Schätzchen
Bildgalerie
Oldtimer
Neue Attraktion im Tauchgasometer
Bildgalerie
Landschaftspark Nord