Versteigerung: Termin aufgehoben

Voerde..  Das „Gästehaus Voerde“ in Friedrichsfeld kommt vorerst nicht unter den Hammer: Der für kommende Woche (Mittwoch, 8. Juli) am Amtsgericht Dinslaken anberaumte Zwangsversteigerungstermin für die an der Poststraße gelegene Immobilie (ehemals „Hotel Ullrich“) wurde aufgehoben, ein neuer ist noch nicht angesetzt. Grund: Das Gutachten zu der Liegenschaft, das die Stadt zu kaufen erwägt (die NRZ berichtete), muss überarbeitet werden. Die Stadt hatte Mitte März in der Immobilie eine Brandschau vorgenommen, die nach dem Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (kurz FSHG) vorgeschrieben und Aufgabe der Kommunen ist. Dabei seien Mängel im Brandschutz vorgefunden worden, erläuterte Kerstin Kahl, Rechtspflegerin am Amtsgericht Dinslaken und unter anderem für Zwangsversteigerungen zuständig, gestern auf NRZ-Anfrage. Es sei davon auszugehen, dass sich der Befund erheblich auf den Verkehrswert auswirken wird. Der war vom Gutachter auf 790 134 Euro festgesetzt worden.

Der Termin für die Zwangsversteigerung war vom Amtsgericht am 8. April festgesetzt worden, die Unterlagen zu der erfolgten Brandschau erhielt Kerstin Kahl eine Woche später, so dass es zu einer Überschneidung kam, wie sie erklärt. Nach Anhörung der Gläubiger zu der Sachlage verfügte sie am 28. Mai, den Termin aufzuheben.

Den Angaben im Justizportal zufolge sind die betreffenden Grundstücke mit einem Gebäudekomplex bebaut, der aus Haupt- und Nebengebäuden (Schuppen und Pkw-Garagen), Erweiterungen und einem Verbindungstrakt besteht. Darüber hinaus heißt es, dass die baulichen Anlagen überwiegend dem Hotelbetrieb des Eigentümers dienen und ein geringfügiger Teilbereich vermietet ist und als Bäckerei genutzt wird. Ansässig ist dort Schollin. 17 Zimmer hat das Hotel, dazu eine Ferienwohnung und zwei Frühstücksräume sowie eine Küche.