Südländische Baumsorten in Hamborn

Tag der Architektur im Botanischen Garten Hamborn. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Tag der Architektur im Botanischen Garten Hamborn. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Tag der Architektur führte Landschaftsarchitektin Anke Thönisssen interessierte Besucher durch den neu gestalteten Botanischen Garten Hamborn.

Hamborn..  „Zur linken sehen sie eine Blütenschleier Staudenmischung, da kostet der Quadratmeter fünfundzwanzig bis dreißig Euro.

Auch wenn hier einige heimische Pflanzen dabei sind, soll die Mischung insgesamt eine mediterrane Assoziation hervorrufen.“

Anke Thönissen kennt sich aus, das Landschaftsarchitekturbüro „Danielzik + Leuchter“, für das sie arbeitet, hat die Konzeption für die Neugestaltung der Anlagen im Botanischen Garten entworfen.

Thönissen weiß genau an welcher Ecke welche Blume und welches Kraut gepflanzt wurden und was damit bezweckt werden sollte. Anlässlich des „Tag der Architektur“ führt die Landschaftsarchitektin Gruppen durch den Garten und erläutert ihr Konzept.

„Sind in dieser Mischung auch Gräser dabei? Weil eigentlich ist das doch überflüssig, die kommen ja eh von selbst, oder?“

Die Besucher zeigen sich interessiert an den Details der Umgestaltung. Viele haben Zuhause einen eigenen Garten, den sie hegen und pflegen und erhoffen sich nützliche Ratschläge für die Gestaltung.

„Ich habe selbst ein Grundstück mit über drei Hektar Fläche, sie können sich vorstellen, dass es da immer etwas Neues zu tun gibt“, erzählt eine Besucherin und erkundigt sich direkt nach dem lateinischen Fachbegriff für den weiträumig verwendeten, farbintensiven Lavendel in der neuen Anlage.

Die Umgestaltung gefällt; einen modernen Eindruck mache die Anlage, sie habe jetzt einen ganz neuen Charakter, urteilen zwei der Besucher.

Besondere Aufmerksamkeit lenkt Thönissen während ihres Rundgangs immer wieder auf die Frage des verminderten Pflegebedarfs der neuen Anlagen. „Die neuen Pflanzungen sind eigentlich sehr wenig pflegeintensiv“, erklärt sie.

„Hier haben wir beispielsweise einen Wildwiesenbereich, bei dem es nicht wie geplant verlaufen ist“, sagt Thönissen. Sauerampfer und Co. Haben sich eingeschlichen und sind nun schwer wieder weg zu bekommen.

Die Besucher nicken mit ernsten Mienen. Weiter geht es zum neu gestalteten Bereich nahe der Autobahnbrücke. Hier stehen knapp hundert junge Bäume, dicht bei einander. Mit dem baumschulenartigen Konzept sollen im Hinblick auf den Klimawandel, südländische Baumsorten im Duisburger Klima getestet werden.

Rund 200.000 Euro Pflanzkosten

Die Umgestaltungen, für die das Landschaftsbüro verantwortlich war hatte ein Investitionsvolumen von rund 200.000 Euro, so Thönissen. Durch die Umgestaltung mit Blick auf Einsparpotentiale, vor allem in der Pflege der neuen Anlage sollen jährlich rund 120.00 Euro eingespart werden können.

Ob das jedoch wirklich realistisch ist, kann auch die Landschaftsarchitektin nicht sagen. Die neue Anlage lässt sich natürlich nicht einfach grob mit einem Freischneider stutzen.