Straßenarbeit für wohnungslose Jugendliche

Am Montag wurde das neue Streetworkerbüro Hamborn auf der Alleestraße eröffnet. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Am Montag wurde das neue Streetworkerbüro Hamborn auf der Alleestraße eröffnet. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
An der Alleestraße eröffnete die Stadt einen neuen Streetwork-Stützpunkt. Junge Leute oft durch zerrüttetes Elternhaus in existenziellen Problemen.

Hamborn..  Katja Denno und Klaus Kaulen sind Streetworker der Stadt und kümmern sich um wohnungslose Jugendliche und junge Erwachsene.

Zur Eröffnung ihres neuen Arbeitsplatzes an der Alleestraße 75 in Hamborn waren auch Dezernent Thomas Krüztzberg und Jugendamtschef Holger Pethke erschienen.

Katja Denno und ihr Kollege gehören zu den erfahrensten der 16 Duisburger Streetworker, die in acht Beratungsstellen auf das Stadtgebiet verteilt sind.

Bislang waren sie von Neumühl aus für den Stadtteil Hamborn zuständig: „Die Räumlichkeiten dort waren aber nicht mehr für eine zeitgemäße Betreuungsarbeit geeignet“, sagte Krützberg, der Duisburg in Sachen Streetwork im Vergleich zu anderen Kommunen ganz weit vorne sieht: „Entscheidend war, dass wir es 2012 im Rat geschafft haben, die Streetworkerstellen in dieser Stadt zu verdoppeln.“

In Neumühl hatten Denno und Kaulen in den vergangenen Jahren zwischen 100 und 150 junge Leute betreut, die alle in ähnlich prekären Lebensumständen waren: „Wenn das Verhältnis zu den Eltern aus vielerlei Gründen zerrüttet ist, heißt es nicht selten: Jetzt bis du 18, also raus mit dir.“

Oft landeten die jungen Menschen dann auf der Straße. Zur Wohnungslosigkeit, sagte Katja Denno, gesellten sich dann schnell weitere Probleme, die für die Betroffenen einen existenzbedrohenden Kreislauf bildeten: „Die gute Nachricht ist: Wenn wir mit jungen Leuten zusammen arbeiten, dann liegt unsere Erfolgsquote bei 99 Prozent“, sagt die Streetworkerin.

Neben den Hamborner Räumlichkeiten gibt es im Umkreis weitere Streetwork-Stützpunkte in Bruckhausen und Marxloh.