Stoag forscht nach Ursache für Tank-Leckage eines Busses

Am vergangenen Freitagnachmittag stand der defekte Bus vor dem Marxlohcenter.
Am vergangenen Freitagnachmittag stand der defekte Bus vor dem Marxlohcenter.
Foto: Christian Balke
Was wir bereits wissen
Nachdem sich ein Oberhausener Bus zum wiederholten Male den Tank aufriss und größere Mengen Diesel verlor. Art der Berichterstattung verärgerte die STOAG.

Marxloh/Oberhausen.. Am vergangenen Freitag verlor in Marxloh zum wiederholten Male ein Bus der Oberhausener STOAG eine größere Menge Diesel-Kraftstoff nachdem sein Tank beim Verlassen der Haltestelle leck geschlagen war. Freilich bedauert man bei der Oberhausener STOAG, was mit dem verunfallten Bus vor dem Marxloh-Center geschah.

Sehr verärgert war Unternehmenssprecherin Sabine Müller aber über die Art, wie in dieser Zeitung über den Vorfall berichtet wurde: „In der Wortwahl und den Formulierungen ihres Berichts wird nahe gelegt, dass dort Dieselkraftstoff vorsätzlich ,entsorgt’ wurde“, sagt die Sprecherin, „das stimmt natürlich nicht und das möchte ich entschieden richtig stellen.“

In einer Stellungnahme schildert die Verkehrsgesellschaft der Nachbarstadt außerdem, wie es aus ihrer Sicht dazu kam, dass einer ihrer Busse in Marxloh zum wiederholten Mal seinen Tank beschädigte.

Beim Verlassen der Haltestelle Pollmann sei der Tank des Busses beschädigt worden, Kraftstoff sei ausgelaufen. Bei Fahrzeugen vom Typ „MAN Lions City“, Baujahr 2009, befände sich der Kraftstofftank unten am rechten hinteren Heck. Die Fahrzeuge dieses Typs entsprächen den Standardmaßen für Linienbusse und seien für alle Haltestellen im Oberhausener und Duisburger Stadtgebiet ausgelegt.

„Die genaue Unfallursache ist noch nicht bekannt, die STOAG recherchiert derzeit“, schreibt das Unternehmen. Der Fahrer habe sofort den Motor abgestellt und den Schaden unverzüglich der Leitstelle der STOAG gemeldet, die umgehend die Leitstelle der DVG informiert habe.

Die DVG habe daraufhin sofort die Feuerwehr, die Polizei sowie die Verkehrsaufsicht benachrichtigt. Laut Aussage der Leitstelle der DVG, schreibt die STOAG, seien Feuerwehr und Polizei wenige Minuten später am Unfallort gewesen und hätten die erforderlichen Maßnahmen ergriffen: „Eine Leckage am Tank kann nur von Fachkräften abgedichtet werden.“

Bei der DVG kündigte man auf Nachfrage der Redaktion Konsequenzen aus dem Vorfall an: „Da es einen ähnlichen Fall schon einmal gab, schauen wir uns noch mal genau an, wie das passiert ist“, sagte eine Sprecherin. Man werde dann mit den Kollegen der STOAG in Gespräche darüber einsteigen, wie solchen Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.

Beim ersten Vorfall dieser Art im Sommer 2013 war es unstrittig, dass der beschädigte Bus sich den Kraftstofftank am extra hohen Randstein der Haltestelle aufgerissen hatte. Der ist deswegen so hoch angebaut, um Passagieren einen bequemeren Einstieg in den Bus zu ermöglichen.