Steag startet Detailplanung für Hubbrücke in Duisburg-Walsum

So soll die neue Brücke aussehen, die nur für Fußgänger und Radler geeignet ist.
So soll die neue Brücke aussehen, die nur für Fußgänger und Radler geeignet ist.
Foto: Steag
Was wir bereits wissen
Vor zweieinhalb Jahren wurde die Hubbrücke für den Kraftverkehr geschlossen. Ende 2015 soll der Bauantrag für ein Ersatzbauwerk fertig werden.

Walsum..  Frühestens Ende dieses Jahres wird der Bauantrag für die neue „Hubbrücke“ über die Nordhafenzufahrt bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht. Das erfuhr unsere Redaktion im Gespräch mit Wolfgang Konrad (Steag).

Das 2012 für den Kraftverkehr gesperrte, denkmalgeschützte Bauwerk (wir berichteten) sollte nach Bürgerwünschen erhalten und saniert werden. Die Steag als Eigentümerin hat das abgelehnt – aus Kostengründen. Nach langen, zähen Verhandlungen zwischen Stadt, Steag und der Ortspolitik hatte man sich im Herbst vergangenen Jahres auf einen Kompromiss geeinigt, der von der Bezirksvertretung Walsum abgesegnet wurde: Die alte Brücke wird abgerissen, anschließend wird eine neue mit Stilelementen der alten aufgebaut. Die allerdings wird ausschließlich Fußgängern und Radlern dienen.

Erst kürzlich beantwortete die Stadt die Frage der Bezirkspolitik, ob es Neuigkeiten zum Thema Brücken-Neubau gibt, mit: Nein. Bislang, so Konrad, habe es nur Konzepte gegeben, jetzt gehe es an die Detailplanung. Da die Bezirksregierung hohe Anforderungen stelle, sei eine sehr umfängliche Planung erforderlich, damit der Bauantrag durchgehe. Frühestens 2017 könnte das Bauwerk (Kosten: ca. 3,5 Millionen Euro) stehen.

Widerstand gegen eine reine Fußgänger- und Radlerbrücke gibt es dennoch weiterhin: Unternehmer aus der Nachbarschaft, darunter der Fährmann, haben sich bekanntlich erst kürzlich wieder bei der Stadt beklagt. Sie fordern weiter ein Bauwerk auch für Kraftfahrzeuge.