„Stadtwerke grundsätzlich im Recht.“

Hamborn..  „Es ist gültige Gesetzeslage“, sagt Dr. Jürgern Effenberger, Geschäftsführer des Mieterbundes Rhein-Ruhr, „die von den Stadtwerken hier angewandt wird.“

Wenn der Vermieter die Zahlungen, die er von seinen Mietern für Wasserversorgung erhalte, nicht an den Versorger weiter leite, „kann man in diese Situation kommen, in der Herr Öztas offensichtlich ist.“

Selbst wenn die Familie Öztas alle Abschläge pünktlich bezahlt habe, sagt der Mietrechtsexperte, „sind die Stadtwerke grundsätzlich im Recht.“ Es gebe für die Familie keinen Anspruch auf einen neuen Wasserzähler oder weitere Wasserlieferungen. Jedoch: „Spielraum für Kulanz gibt es freilich immer.“

Auf die hoffte Levent Öztas. Auch, weil er das Haus, das in der Zwangsversteigerung steckt, ei-gentlich kaufen möchte: „Auch, weil die Kunden sich an den Standort gewöhnt haben.“ Die Stadtwerke teilten der Redaktion am Montag jedoch mit, dass es für Levent Öztas keine Kulanz geben wird: „Wir können nicht gegen den Willen des Besitzers den Wasseranschluss umschreiben“, sagte Sprecher Thomas Nordiek. Levent Öztas müsse das Problem mit dem Eigentümer klären, sagte Nordiek. „Wenn dieser Eigentümer nicht greifbar ist, dann ist das natürlich ärgerlich für betroffene Mieter“, sagte Nordiek.