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Zuwanderung

Stadt Duisburg schlägt in Sachen Zuwanderung Alarm

15.06.2015 | 16:29 Uhr
Stadt Duisburg schlägt in Sachen Zuwanderung Alarm
Die Stadt Duisburg warnt: Es gibt große Probleme mit der Integration von Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien.

Duisburg-Marxloh.  Intensive Diskussion in der Bezirksvertretung Hamborn. Die Zuwanderung gefährdet nach Einschätzung der Stadt massiv den sozialen Frieden.

Als alarmierend stellt die Stadtverwaltung die Situation der Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien in Duisburg dar. Knapp 3000 von ihnen leben mittlerweile in Marxloh – wir berichteten. Gleichwohl war Elisabeth Pater darum bemüht, die erzielten Erfolge hervorzuheben. Pater ist Leiterin des Kommunalen Inte­grations­zentrums. Sie war in der Bezirksvertretung Hamborn zu Gast.

Vor allem auf drei Ortsteile konzentrierten sich die Zuwanderer aus Südosteuropa Ende 2014: auf Hochfeld (18,3 Prozent), Marxloh (27 Prozent) und Bruckhausen (12,7 Prozent). Gut 11.000 von ihnen gab es zu diesem Zeitpunkt in Duisburg. 200 bis 300 wandern seit 2013 monatlich zu.

40 Prozent Kinder und Jugendliche

Sie stellen die Stadt vor ganz neue Herausforderungen. 40 Prozent der Zuwanderer sind Kinder. Entweder haben sie noch gar nicht oder nur lückenhaft eine Schule besucht. Über Schulzeugnisse verfügen sie auch selten. Ihre Eltern seien daran auch nicht sonderlich interessiert, heißt es. Hinzu kämen fehlende Deutschkenntnisse. An die Eltern komme man nur mit Hilfe von Dolmetschern heran.

Aber „weitestgehend“, so der Bericht, sei die Beschulung dieser Kinder in 54 so genannten Vorbereitungsklassen sichergestellt. Nur sei der vorgesehene Zeitraum, sie innerhalb von zwei Jahren für den Besuch einer deutschen Regelschule fit zu machen, unrealistisch.

Die Schuleingangsuntersuchungen hätten zu folgenden Ergebnissen geführt: Es gebe kaum Impfschutz. Die Kinder seien also Überträger von Masern, Mumps und Röteln. Der Zustand der Zähne vieler Kinder sei „katastrophal“, heißt es. Aber meist seien sie auch nicht krankenversichert. Die Rede ist von „unlösbaren Problemen.“

Beratung der Zuwanderer ist vorrangig

Das Gesundheitsamt steuere mit einer Impfaktion gegen. Aber es gebe nicht genug Ärzte, vor allem Zahnärzte, die bereit seien, diesen Menschen unentgeltlich zu helfen. Bei Arztbesuchen müssten die Familien begleitet werden. Viele Mütter seien selbst noch Kinder. Die wöchentliche kostenlose Sprechstunde im Sozialpastoralen Zentrum Petershof in Marxloh seit November 2014 jedenfalls ist überlaufen.

Acht Integrationslotsen, aus Fördergeldern finanziert, übernehmen die umfassende Betreuung dieser Menschen. Dafür stehen ihnen je zehn Stunden in der Woche zur Verfügung.

Zahlreiche Fördertöpfe auf allen staatlichen Ebenen wurden schon angezapft. So kann Marxloh weiter am Programm „Soziale Stadt“ teilnehmen. Vor allem die Beratung der Zuwanderer über die Lebensbedingungen und die soziale Ordnung in Deutschland sei vorrangig. Dafür hat die gemeinnützige Awo-Integrations-GmbH in Marxloh eine Begegnungsstätte eingerichtet.

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Kommentare
15.06.2015
22:01
Stadt Duisburg schlägt in Sachen Zuwanderung Alarm
von Moderation | #5

Sehr geehrte User,

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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/stadt-duisburg-schlaegt-in-sachen-zuwanderung-alarm-id10783367.html
2015-06-15 16:29
Duisburg,Zuwanderer,Marxloh,Roma,Schrottimmobilien
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