Stadt Duisburg lehnt Tempo 30 im Eickelkamp ab

Auf der gestrichelten Fläche soll der Fußweg entstehen.
Auf der gestrichelten Fläche soll der Fußweg entstehen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Straße sei in gutem Zustand und falles ins Vorbehaltsnetz. Bezirkspolitiker wollen jetzt wissen, ob ein Stück Gehweg angelegt werden kann.

Walsum..  Einstimmig hat die Bezirksvertretung beschlossen, dass die Stadt prüfen soll, ob sich an der Holtener Straße nicht ein kurzes Stück Gehweg einrichten lässt. Es handelt sich um den Abschnitt zwischen der Ampel Holtener-/Hooverstraße und dem Eingang zum Sportplatz von Wacker Walsum.

Den Antrag hatte die CDU gestellt. In dem Bereich gibt es bislang nur einen Radweg. Der wird auch von Fußgängern genutzt, weshalb es immer wieder zu brenzligen Situationen komme. Die CDU stellt sich eine kostengünstige Lösung vor, etwa einen Schotterweg. Teures Pflaster müsse nicht sein. Sebastian Geßmann machte in der Sitzung noch einen Lösungsvorschlag: „Vielleicht reicht in dem Bereich ja auch ein Grünschnitt.“ Dadurch entstünde parallel zum Radweg ein ausreichend breiter Streifen, der von Fußgängern genutzt werden könne.

Fotos für die Politik sind der Stadt zu teuer

Dem Antrag hatte die CDU ein Foto beigefügt, das die Örtlichkeit zeigt. Die als Gehweg geplante Fläche ist darin eingezeichnet. Ob man Anträge, auch wenn sie von der Stadt kämen, nicht grundsätzlich mit Fotos von der Örtlichkeit ergänzen könne, wollte der Parteilose Franz Tews wissen. Man könne sich dann oftmals einen Ortstermin ersparen. Er bekam eine klare Abfuhr von der Verwaltung: Das sei zu aufwendig und zu teuer. Der bebilderte Antrag der CDU sei eine Ausnahme.

Ferner befasste sich das Gremium mit einer Anfrage der Christdemokraten: Warum denn der angekündigte Bücherschrank auf dem Franz-Lenze-Platz noch nicht installiert worden sei. Sabine Jatz nahm für die Verwaltung Stellung: Die Duisburger Bürgerstiftung, die dafür verantwortlich sein, habe die Sache wegen finanzieller Probleme bislang nicht weiter verfolgt. Aber: Die Stadtverwaltung werde nun einmal nachhaken.

Bereits im Oktober 2014 hatte die Bezirksvertretung einen Prüfauftrag an die Stadt veranlasst: Die Verwaltung sollte klären, ob Tempo 30 an der Straße Im Eickelkamp östlich der Wehofer Straße in Richtung Dinslakener Straße möglich sei. Die Stadt lieferte jetzt die Antwort: Nein. Die Begründung lautete: Die Straße sei in einem guten Zustand und falle ins Vorbehaltsnetz. Es gebe dort auch keine besondere Lärmbelästigung durch den Verkehr. Das Gremium nahm die Auskunft zur Kenntnis.

Fußgängerampel ist der Stadt zu teuer

Zum Vorbehaltsnetz gehören Durchgangsstraßen, die auch vom öffentlichen Personen-Nahverkehr genutzt werden. Dort soll grundsätzlich Tempo 50 gelten.

Abgelehnt hat die Stadt Duisburg auch den Antrag der SPD, die Ampelanlagen auf der Dr.-Hans-Böckler-Straße im Kreuzungsbereich Hooverstraße und an der Jupiterstraße zu Fußgängerampeln umzubauen. Begründung: Das bringe keine wesentliche Verbesserung des Verkehrsflusses, beziehungsweise koste viel Geld (Jupiterstraße).