Stadt Duisburg lehnt Querungshilfe für Schüler in Fahrn ab

Eine Querungshilfe wie diese wünschte sich die Politik an der Aldenrader Straße – doch die Stadt lehnt ab.
Eine Querungshilfe wie diese wünschte sich die Politik an der Aldenrader Straße – doch die Stadt lehnt ab.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Bezirkspolitik Walsum hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen sicheren Übergang an der Aldenrader Straße gefordert. Die Stadt sagt: Nein.

Fahrn..  Einstimmig hatte sich die Bezirksvertretung Walsum Ende Oktober 2014 für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges auf der Aldenrader Straße/Am Küllenacker ausgesprochen. Doch die Stadt lehnt diese ab, wie sie dem Gremium in einer schriftlichen Stellungnahme mitteilt. Begründung: Eine solche Querungshilfe sei nicht nötig, da der Bereich – was die Sicherheit der Fußgänger betrifft – unproblematisch sei.

Die Polizei, so ein Stadtmitarbeiter, habe auch kein Votum für einen Fußgängerüberweg an der Stelle abgegeben. „In den letzten zwei Jahren hat sich hier glücklicherweise kein Verkehrsunfall mit Fußgängern ereignet“, heißt es in dem Bericht an die Politik.

Eltern halten auf Radweg und in zweiter Reihe

Allerdings wird auf ein anderes Problem hingewiesen: Beobachtungen hätten ergeben, „dass die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, sich sehr häufig verkehrswidrig verhalten“. Die Radfahrstreifen würden mit Fahrzeugen zugestellt, die Fahrspuren selbst mitunter – durch Anhalten in der zweiten Reihe – ebenso. Auf den nachfolgenden Verkehr werde mitunter keine Rücksicht genommen, obwohl auf der anderen Straßenseite in nur etwa 40 Metern Entfernung ausreichend Platz zum Anhalten der Wagen auf dem Seitenstreifen vorhanden sei.

Der Hinweis der Stadtverwaltung: „Es ist vielmehr darauf zu achten, dass diese Verkehrsverstöße nicht vorkommen, um den Schulweg noch sicherer zu machen.“

Auf der Aldenrader Straße werden, so geht aus einer früheren Stellungnahme der Stadt hervor, regelmäßig Tempokontrollen durchgeführt. Ergebnis: Weitere Maßnahmen seien nicht nötig.