SPD in Duisburg-Walsum zog Antrag zurück – kein Gusko-Weg

Uwe Scharnberg
Uwe Scharnberg
Foto: WAZ
Nach einem alten Sozialdemokraten sollte ein Weg in Walsum benannt werden. Die SPD zog den Antrag in der Bezirksvertretung zurück.

Walsum..  „Es gibt neue Erkenntnisse.“ Mit diesem Kommentar zog Uwe Scharnberg, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in Bezirksvertretung Walsum, den Antrag seiner Partei, einen bislang namenslosen Weg in Hans-Georg-Gusko-Weg umzubenennen, in der jüngsten Sitzung des Gremiums zurück.

Zur Freude der Christdemokraten, denn die hätten nach unseren Informationen ohnehin nicht zugestimmt – und hatten harsche Kritik vorbereitet. Wie könne man nur auf die Idee kommen, einen Weg nach jemandem zu benennen, den kaum jemand kenne. Und dessen Hauptverdienst laut Antrag nur darin liege, dass er sich dafür eingesetzt habe, dass der Holtener Mühlbach in unterirdische Rohre verlegt wurde, heißt es. Und dann noch in einer Zeit, in der die Stadt finanziell am Stock gehe. Solche unnötigen Ausgaben könne, solle und dürfe man nicht befürworten.

Im Nachhinein begründete Scharnberg im Gespräch mit unserer Zeitung den Rückzieher: „Ich kann mit dem Namen auch nicht viel anfangen und will erstmal wissen, ob die Angelegenheit sauber geprüft ist.“ Ferner interessiert ihn, was die Maßnahme kostet und wie die notwendigen Schilder finanziert werden sollen.

Laut Auskunft der Stadt kostet die Aufstellung eines Schildes 150 bis 200 Euro.