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Seniorentheater bietet spitzbübischen Schwank

28.09.2009 | 10:00 Uhr

„Schwein gehabt” - das konnten alle behaupten, die am Samstag das gleichnamige Theaterstück im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Meiderich miterleben durften.

Das Seniorentheater Duisburger rUhRgesteine präsentierte auf spitzbübische Weise einen Scheinkrimi in der Nachkriegszeit, als Schwarzhandel und Kungeleien an der Tagesordnung waren.

Ein Kaufmannsladen in den 50ern - eine alte Waage mit Eisengewichten, Papiertütchen, Fischfass und hinter dem Tresen eine adrette Dame mit Schürze: Frau Kaufmann (M. Rieke Pawlik). An diesem Schauplatz spielte das 90-minütige Stück „Schwein gehabt…und ich besorg die Blumen", das das Thema Nahrungsmittelknappheit thematisierte. In Frau Kaufmanns Lädchen trifft man sich zum Schwatzen, zum Einkaufen und ganz besonders zum Handeln und Tauschen.

Blitzhochzeit muss her

Als Frau Becker (Helga Mandlburger) und Tochter Herta (Erika Bohlmann) den Laden betreten und die Schwangerschaft von Herta bekannt geben, beginnt das Dilemma. Denn nun muss eine Blitzhochzeit her. Doch wie soll man in diesen Zeiten eine Hochzeit organisieren? Frau Kaufmann und ihre Freundin (Marjo Kleinhenz) nehmen die Hochzeitsplanung in die Hand. Heimlich schlachten sie des Nachts ein Schwein im Laden und verstecken es im Keller.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass das dumme Mariechen (Annemarie Metzger), Ladengehilfin von Frau Kaufmann, glaubt, einen Mord beobachtet zu haben.

Als der Pastor für seinen täglichen „Göttertrank" vorbeischaut, macht er Mariechen diesen so schmackhaft, dass sie, als sie wieder allein ist, eine große Portion davon trinkt und bewusstlos umfällt. Frau Kaufmann glaubt dann, Marie habe versehentlich das Rattengift getrunken. Die tot Geglaubte schleppt sie in den Keller. Da taucht Wachtmeister Schütz (Reiner Thummes) bei der verzweifelten Dame auf. Er ist Hinweisen der Dorfbewohner gefolgt, will den Laden von genauer inspizieren und klärt schließlich alles auf.

Etwa 300 Zuschauer genossen die darstellerisch vielseitige Aufführung und verabschiedeten das Seniorenensemble mit tosendem Applaus.

Natalie Rohr

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