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Schwirrende Klänge in DuisburgMeiderich

11.11.2012 | 17:13 Uhr
Schwirrende Klänge in DuisburgMeiderich
Kammerpop, Konzert in der Kulturwerkstatt Meiderich, Band : Philip Silberberg, Alessandro Marra, Sina Harhoff, Einar Fehrholz und Elisa Kuehnl. Samstag 10.11.12 in Duisburg. Foto Michael Dahlke / WAZ FotoPool

Duisburg-Meiderich.   Das Konzert von Finger on Tallinn in der Kulturwerkstatt nahm das Publikum mit auf eine bunte Reise ins eigene Innere und ließ die melancholischen Klänge noch lange bei den Zuschauern nachhallen.

Der Raum ist getaucht in Kerzenlicht, Fotos vom Weltall sind an die Leinwand projiziert und zarte Klänge schwirren durch die Luft: Das Konzert von Finger on Tallinn in der Kulturwerkstatt nahm das Publikum mit auf eine bunte Reise ins eigene Innere und ließ die melancholischen Klänge noch lange bei den Zuschauern nachhallen.

Melancholisch, magisch und mystisch ging es zu. Wer vor Konzertbeginn einen der begrenzten Sitzplätze ergattern wollte, musste sehr früh da sein. Denn bereits nach kürzester Zeit waren die Stühle besetzt und die später eintreffenden Zuschauer mussten das Konzert stehend genießen. Doch das war kein Problem für die jungen Menschen, die in kleineren Gruppen hereinströmten: Wurde kurzerhand der Fußboden vor der Bühne ausgenutzt und sich im Schneidersitz in die freien Ecken gesetzt. Auch Tische und Treppenstufen wurden zum Sitzplatz umfunktioniert. Das gemütliche Beisammensitzen und die besinnliche, ruhige Musik sorgten für eine persönliche und intime Atmosphäre, findet Aurelia Reuter von der Kulturwerkstatt: „Es war sehr atmosphärisch, es ist Musik zum Zuhören gewesen. Das sorgte für eine aufmerksame Stimmung, sehr melancholisch.“

Frontfrau Elisa Kühnl (24), Philip Silberberg (23), Alessandro Marra (24), Sina Harhoff (22) und Einar Ferholz (23) spielen bereits seit einem Jahr zusammen. Ursprünglich spielen alle noch in anderen Bands mit völlig unterschiedlichen Musikrichtungen wie Indie, Punk und Folk. Doch genau das macht die Musik so interessant, denn alle mischen ihre Einflüsse und Vorlieben in die neuen Stücke und etwas völlig Neues und Einzigartiges entsteht. „Wir machen melancholische Musik, die eine gemütliche und stimmungsvolle Atmosphäre schafft. Eine Art Folk mit elektronischen Einflüssen“, sagt Frontfrau Elisa.

Maren Herrnberger (19), die vorher noch nichts von der Band gehört hat, traf die Musik mitten ins Herz und rührte sie zu Tränen. „Ich weine selten bei Musik, aber heute musste ich einfach, weil ich so tief in meine innere Welt reingegangen bin“, sagt sie über die Wirkung der zarten Klänge. „Die Stimmen der Band sind megaberührend. Die Band nutzt so viele verschiedene Komponenten, die verschieden Instrumente, die aber alle perfekt zusammenpassen und berühren.“

Für Finn Hölscher (23) war die Musik zwar nicht mehr neu, doch live dabei war er bis zu diesem Abend noch nicht. „Eine Freundin erzählte mir von der Band und das sie heute hier spielt. Die Musik hab ich mir dann erst einmal online angehört, aber live ist es deutlich bewegender, einfach geil“, sagt er begeistert.

Alexandra Ossadnik



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