Schulbesetzung in Laar mit Polizei beendet
04.12.2011 | 14:33 Uhr 2011-12-04T14:33:00+0100Duisburg-Laar. Linksaktivisten wollten durch die Besetzung der Laarer Schule Werthstraße aufrütteln. Sie hinterließen verstopfte Toiletten
Vor zwei Monaten berichtete diese Zeitung darüber, wie die Stadt Duisburg in Laar Immobilienwerte verfallen lässt – beispielhaft zu sehen an der leerstehenden Hauptschule Werthstraße, die frisch renoviert und komplett möbliert auf einem Grundstück in Rheinnähe vor sich hin rottet.
Dieser Zustand ärgerte wohl auch von der Aktion „DU it yourself“ beeinflusste linke Aktivisten so sehr, dass sie sich entschlossen, die Schule vom vergangenen Samstag an zu besetzten. Eine Woche lang sollte die Aktionswoche „Leerstand beleben“ in Laar dauern. Fernziel: Ein „soziokulturelles Zentrum“.
Neben einer Party waren zur Promotion dieses Ziels zahlreiche „soziokulturelle“ Veranstaltungen geplant: Tägliche Selbstverteidigungskurse, Filme über globales „antikapitalistisches Aktivistentum“, Dokumentationen über die Castor-Proteste – „halt ein Advents-Programm für die ganze Familie“, wie ein Sprecher der Duisburger Polizei das Ganze kommentierte.
Jene Polizei war es auch, die das sozialromantische Wochenende mit Jiu-Jitsu-Wellnessteil letztlich beenden musste. Die rund 35 Hausbesetzer wurden im Laufe des Samstag darauf aufmerksam gemacht, dass seitens der Stadt Sicherheitsbedenken für ihren Aufenthalt im Schulgebäude bestünden. Um dem Nachdruck zu verleihen, ließ die Kommune eine Polizeihundertschaft aufmarschieren.
Nach Gesprächen mit Vertretern der Kommune zogen die Besetzer gegen 21.30 Uhr ab. Nicht jedoch, ohne – laut Polizeibericht – vorher zahlreiche Toiletten des Gebäudes zu verstopfen und mit dem Wasser aus der Spülung, Teile des Gebäudes unter Wasser zu setzen.
14:00
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13:59
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13:56
Ich pflichte Ihnen, karlmarkymarx, da voll bei! Ich fand den Artikel so ärgerlich, dass ich mich über die Redation Duisburg an Hr. Balke gewant habe. Obs ankommt? Auch ich habe den Eindruck, dass das hier sensationslüstern und verantwortungslos geschrieben ist.
Meine journalistischen Kenntnisse sind bescheiden, gewiss auch überholt, aber ich weiß, dass die Überschrift (ursprünglich „shit in“ statt „sit in“) nach Möglichkeit Bezug zum Artikel nehmen sollte und der Journalist sich selbst zu distanzieren hat um möglichst sachlich zu bleiben. Dies stellt man ohne persönliche Meinungseinfärbung (Zitat: „halt ein Adventsprogramm für die ganze Familie“ oder „sozialromantische Wochenende mit Jiu-Jitsu-Wellnessteil“), ohne Polemik und ohne politisch motivierter Beeinflussung dem geneigten Leser gegenüber in einer neutralen Schilderung des Sachverhalts dar. Dabei kann man übrigens trotzdem witzig sein. Solcherlei Handwerkszeug eines guten Journalisten vermisse ich in dem zitierten Artikel zur Hausbesetzung der Hauptschule in Duisburg-Laar durchweg. Ich habe zudem gelernt, dass man Artikel gegen lesen lässt - was ich dem Autor dieses Artikels vor Veröffentlichung dringend empfohlen hätte.
Die genannte Aktion sollte aufrütteln und wird den Menschen, die dahinter stecken (ohne dass ich sie kenne, wohlgemerkt) nicht gerecht. Auch hier aber gibt es eine moralische Verantwortung. Man darf nicht vorurteilsvoll jeden Verdummteufeln, der protestiert, er hat gewiss gute Gründe dafür.
21:10
Sehr geehrte Damen und Herren von "derWesten", insbesondere Herr Balke. Vor einiger Zeit habe ich gerne und mit viel Interesse ihre Seite durchstöbert. Leider musste in letzter Zeit aber feststellen dass sich ihr Journalistisches Niveau mittlerweile rapide in Richtung "Bild" Zeitung bewegt. Arbeiten bei ihnen eigentlich noch richtige Journalisten oder suchen sie sich ihre Leute wie Herrn Balke mittlerweile auf dem Wochenmarkt zusammen? Ihr Portal hat nichts mehr mit professioneller Berichterstattung zu tun. Man sehe sich nur die "Facebook" Präsenz von "DerWesten" an. Ich habe bisher keine einzige nennenswerte Nachricht dort gelesen. Meist geht es darum wer den dämlicheren Pullover in der Redaktion anhat oder wie das Wetter draußen ist. Der Artikel von Herrn Balke ist eine bodenlose Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für die Leute die so viel Zeit und Kraft in diese Aktion gesteckt haben. Das Haus wurde komplett gereinigt und auf vordermann gebracht damit etwas im sonst so trostlosen Duisburg geschieht. Als richtiger Journalist hätten sie doch zumindest einmal die Internetseite der Aktion durchstöbern können oder auf die extra einberaumte Pressekonferenz kommen können. (Was meiner Meinung nach auch zu dem Berufsfeld eines Jounalisten gehört.) Aber sie zeihen es anscheinend vor, Polizeiberichte zu kopieren und nach dem nächsten Skandal ausschau zu halten. Ich werde es in Zukunft meiden ihr "Nachrichtenportal" zu nutzen und hoffe dass dies möglicherweise einen Denkanstoß bewirkt und sie sich wieder seriöser Berichterstattung zuwenden anstatt weiter zu einer sensationsgeilen Facebook Fanseite zu werden.
11:46
Seit wann hat die Stadt Duisburg ein Nazi-Problem?
Und wer in Duisburg für die von ihnen angesprochenen Schlagzeilen sorgt und wer sich schützen müsste, können sie gerne bei der WAZ unter "Blaulicht" nachlesen.
In Duisburg läuft einiges verkehrt. Da wäre es wirklich nicht verkehrt, sich sachlich mit den Tatsachen zu beschäftigen.
09:06
Richtigstellung des Artikels: "Shit in" (Überschrift ja irgendwie am Thema vorbei)
Gegen 15.30 Uhr drangen etwa 35 junge Erwachsene der Initiative "DU it yourself" in das leerstehende Schulgebäude an der Werthstraße in Laar ein, um es für eine Aktionswoche zu besetzen. Sie setzen sich für die Schaffung kultureller Freiräume in Duisburg ein mit dem Ziel, ein "sozio-kulturelles Zentrum" zu bekommen.
Die Stadt Duisburg als Eigentümerin des Gebäudes entschied sich jedoch, wegen Sicherheitsbedenken die Besetzung nicht zuzulassen. Nach kooperativen Gesprächen mit der Polizei erklärten sich die Besetzer gegen 21.30 Uhr schließlich zur Räumung des Gebäudes bereit. Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Ordnungskräften kam es dabei nicht.
Neben Konzerten, Partys und Lesungen findet in diesen sogenannten "Autonomen Zentren" aber auch politische Arbeit statt. Sie wollten ihre Besetzung als Protest gegen kulturelle Missstände in der Stadt Duisburg verstanden wissen und monieren die Schließung von Kulturbetrieben wie der Kneipe "Hundertmeister" und die Beschneidung der Djazz-Öffnungszeiten, was meiner Meinung nach unterstützendswert ist.
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22:18
dass der Artikelschreiber sich offensichtlich nicht mit den Leuten von duityourself in Verbindung gesetzt hat, um deren Meinung zum Ablauf zu hören.