Schüler-Kunstwerke sollen Duisburg-Hamborn verschönern

Schüler des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Duisburg Marxloh stellten ihre im Kunstunterricht gefertigten Skulpturen für die Jägerstraße  vor. Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
Schüler des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Duisburg Marxloh stellten ihre im Kunstunterricht gefertigten Skulpturen für die Jägerstraße vor. Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
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Was wir bereits wissen
Die Politiker Christina Becker, Axel Koch und Volker Mosblech hatten die Qual der Wahl. Für die zwei leerstehenden Sockel auf der Jägerstraße in Alt-Hamborn boten ihnen Schüler des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums gleich neun Kunstwerkmodelle an.

Duisburg-Hamborn.. Die Politiker Christina Becker, Axel Koch und Volker Mosblech hatten die Qual der Wahl. Für die zwei leerstehenden Sockel auf der Jägerstraße in Alt-Hamborn boten ihnen Schüler des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums gleich neun Kunstwerkmodelle an.

„Ich bin total überrascht. Ich dachte, die Schüler fertigen nur zwei Modelle an“, sagte Koch, als er die aus Papier und Pappe hergestellten Skulpturen begutachtete. Gut vorstellen konnten sich die Politiker nämlich jedes der Werke auf der Einkaufsstraße.

Die 19 Schüler aus einem Grund- und einem Leistungskurs der elften und zwölften Klasse haben mit ihren Ideen voll ins Schwarze getroffen. Silberne Alufolie und schwarze Pappe spiegeln das wieder, was Hamborn ausmacht: Stahl und Kohle. Und was in klein schon überzeugt, könne nur toll aussehen, wenn die Modelle in Kooperation mit Thyssen-Krupp-Steel zu echten Stahl- und Kohlekunstwerken in doppelter oder vierfacher Größe gefertigt werden.

Es wurde lange hin und her überlegt, welche zwei Skulpturen es werden sollen, doch eine Einigung schien nicht in Sicht. „Was denkt ihr denn, welche Modelle wir nehmen sollten?“, fragte Becker die Schüler, die auch nur schwer zwei Favoriten unter den bis auf eine Ausnahme abstrakten Werken ausmachen konnten.

Schließlich waren sich alle einig, dass es zu schade wäre, nur zwei zu wählen und sieben gute Ideen zu verwerfen. „Ich denke, es müsste machbar sein, alle Modelle für verschiedene Orte zu berücksichtigen“, sagte Koch und fügte hinzu: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass jedes Werk einen Platz in der Stadt findet.“ Für die Jägerstraße werden die genommen, die sich – in Absprache mit Thyssen – von Größe und Material her am besten dafür eignen.

Die Jugendlichen waren begeistert: „Da steckt eine ganze Menge Arbeit drin“, sagte einer der Schüler. Eine Kollegin ergänzte: „Wir haben auch oft noch nach Schulschluss daran gearbeitet. Es wäre schade, wenn das umsonst gewesen wäre.“

Die Jungen und Mädchen überlegten sogar, wo man welches Kunstwerk aufstellen könnte. Koch klärte jedoch auf: Erst müsse die Verwaltung gefragt werden. „Wir müssen sehen, welche Werke sich wie umsetzen lassen und wo sie hinpassen.“ Schließlich spielen auch Sicherheitsbestimmungen eine Rolle. Eine schwarze Puppe aus Kohle und Stahl, mit ausgestrecktem Bein, sei zum Beispiel für Kinder eine Einladung zum Klettern und müsse deshalb besser im Rathaus ausgestellt werden und nicht auf der Straße.

Schließlich wolle man vermeiden, dass die Werke beschädigt werden. Aus diesem Grund fertigen die Schüler die Werke selbst. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche Kunstwerke von Gleichaltrigen beschädigen, ist gering“, sagt Becker. Bei anderen Arbeiten sei viel eher damit zu rechnen, dass sie – wie die Sterntalerfigur – zerstört und gestohlen werden.