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Schimanski-Abend am Original-Drehort im ehemaligen Ruhrorter "Anker"

30.06.2011 | 07:03 Uhr
Schimanski-Abend am Original-Drehort im ehemaligen Ruhrorter "Anker"
Im Ruhrorter Café Kaldi wurde das „Schimmi-Jubiläum“ gefeiert. Das alte Foto zeigt den Röttgersbacher Manfred Kleinrahm und Götz George. Repro: Udo Milbret

Duisburg-Ruhrort.Volles Haus im ehemaligen Ruhrorter „Anker“. Die einstige Kneipe am Neumarkt diente vor 30 Jahren als Kulisse für den ersten Fernseh-Tatort mit Kommissar Horst Schimanski (Götz George). Zum „Jubiläum“ pilgerten 70 „Schimmi-Fans“ dorthin, um einen gemütlichen Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen.

Die jetzigen Inhaberinnen des Lokals (das nun Café Kaldi heißt), Britta Gies und Silke Laskowski, sind selbst absolute Schimanski-Anhänger. Den Schankraum, der so weit wie möglich im Original-Filmzustand gelassen wurde, ist an diesem Abend mit Postern, Fotos, Zeitungsartikeln dekoriert.

Bei fast jedem Tatort-Dreh dabei

Wer den Streifen „Duisburg-Ruhrort“ von 1981 noch in Erinnerung hat, wird die mit dunklem Holz vertäfelten Wände gleich wiedererkannt haben. Die Theke indes steht jetzt auf der anderen Seite vor Kopf - und ist moderner. „Da vorne“, sagt der Röttgersbacher Manfred Kleinrahm , und zeigt in Richtung der Stelle, wo sich früher der Tresen befand, „da stand noch ein Klavier“.

Video
Durch "Schimmi" war es plötzlich cool, ein Prolet zu sein. Ansichten eines Fans von "Schimanski"

Der heute 83-Jährige war bei fast jedem Tatort-Dreh dabei, als Sicherheitsmann, aber auch in kleinen Nebenrollen. Götz George ist für ihn ein Freund geworden. Kein Wunder, dass seine Erinnerungen das sind, was die Besucher am meisten interessiert. Neben dem Film, der natürlich auch gezeigt wurde, und der in streng limitierter Auflage angebotenen Tatort-Limo. Und neben dem „Original“-Polizei-Ausweis, den Schimmi immer als Kommissar vorzeigte - sowie einer Kopie der berühmten Kampfjacke. In letzterer ließ sich so mancher während der Party ablichten - eine schöne Erinnerung.

30 Jahre Schimanski

Die Veranstaltung war über Mundpropaganda schnell ausgebucht. Um all denen, die gerne dabei gewesen wären, aber kein Ticket bekommen haben, die Möglichkeit zu bieten, auch mit Gleichgesinnten zu klönen und Schimmi-Erinnerungen auszutauschen, planen die Kaldi-Betreiber jetzt häufiger solche Abende.

Gregor Herberhold

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