Ruhrorter Frauengemeinschaft feierte
15.11.2009 | 16:33 Uhr 2009-11-15T16:33:00+0100
Eine Prozession, bestehend aus Messdienern, Pastoren, dem eremitierten Weihbischof Franz Grave und Fahnenträgerinnen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland, schreitete begleitet von Orgelmusik zum Altar.
Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der kfd Ruhrort wurde am Sonntag ein prachtvoller Festgottesdienst in der St. Maximiliankirche gefeiert, zu dem nicht nur katholische Prominenz, sondern auch etwa 250 Gemeindemitglieder erschienen.
Seit 150 Jahren wirkt die Frauengemeinschaft in der Gemeinde mit und zählt stolze 130 Mitglieder allen Alters – beginnend bei 18 Jahren. Das älteste Mitglied ist 96 Jahre alt. Früher hieß die kfd noch „Verein christlicher Mütter" und sollte allen Frauen und Müttern helfen, den christlichen Weg zusammen zu gehen. „Es war nicht immer alles einfach. Man hatte während der Kriege auch Tiefen. Doch das Engagement der Frauen hat nie nachgelassen”, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes, Maria Theresia Opladen, anlässlich der Jubiläumsfeier der ältesten Gemeinschaft im Bistum Essen. „Ob beim Pfarrfest, an Karneval oder anderen geselligen Festivitäten: die Helferinnen sind immer mitten drin."
Der Gottesdienst wurde mit viel Gesang gestaltet, der vom Kirchenchor, dem Flötenkreis und der Gitarrengruppe des St. Maximilian begleitet wurde. Nach vielen Gebeten und Reden hielt Franz Grave eine Predigt über die Aufgaben eines Christen in unserer Gesellschaft und rief vor allem zur Solidarität und Gerechtigkeit auf: „Die Kirche muss ihre Aufgabe im Weltdienst wahrnehmen. Nicht Weltflüchtigkeit, sondern Welttüchtigkeit ist die Devise. Die Frauen der kfd gehen dabei mit guten Beispiel voran.”
Symbolisch wurden Blumen, Kerzen, ein Kreuz und eine Ausgabe der Zeitschrift „Frau und Mutter" auf den Altar gelegt, um an die Arbeit in den letzten 150 Jahren zu gedenken. Anschließend feierte die Gemeinde im benachbarten Gemeindehaus. Mit einem geselligen Beisammensein klang der Tag aus.
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