Rot-Gold feierte, als gäb's kein Morgen
14.02.2010 | 17:04 Uhr 2010-02-14T17:04:00+0100Duisburg. Es geht für die Narren auf die Zielgerade. Wochenlang wurde schon die 5. Jahreszeit gefeiert, doch Ausfallserscheinungen gibt es scheinbar noch nicht. Zumindest nicht bei der Karnevalsgesellschaft Rot-Gold Laar, die Samstag in der Turnhalle der Grundschule Erzstraße zur Prunksitzung lud.
In der Halle erwartete die rund 200 Gäste neben einem tollen Programm auch ein passendes und stimmungsvolles Ambiente. Es hingen unzählige Clownsgesichter an den Wänden und von der Decke herab, die große Bühne war mit Luftschlangen überhäuft und an den Tischen lag Konfetti zum Wurf bereit.
Um die Halle so herzurichten, brauchten die Jecken zwei volle Tage. Ein ziemlicher Akt, bei einem voll gepacktem Terminplan Zeit zu finden. Doch die Vereinsmitglieder wollten den Gästen etwas bieten und so haben alle mit angepackt und man hat die Halle kurzerhand in ein jeckes und knallbuntes Tollhaus verwandelt. „Wir haben Karneval einfach im Blut", sagt Michael Zeyen. Deshalb sei es selbstverständlich, dass die Halle zum Finale der diesjährigen Saison genau das wiederspiegelt.
Auf der Bühne erwartete die verkleideten Gäste das rundum Wohlfühlpaket für Karnevalsliebhaber: Fanfarentrompeter, Gardetänze und Büttenreden, bei denen die Vereinsmitglieder namentlich erwähnt und auf die Schippe genommen wurden. Doch man nahm sich auch die Zeit, langjährige Mitglieder, wie Heinz Wilhelmi, Fredi Berg und Klaus Meier zu ehren. Die drei Gründungsmitglieder feiern in dieser Session ihre 60-jährige Mitgliedschaft.
Bis in die tiefe Nacht hinein wurde noch geschunkelt und gefeiert, als ob es kein Morgen mehr gäbe – das gab es aber. Bereits um 11 Uhr 11 am Sonntag zogen die Karnevalisten zum närrischen Frühshoppen wieder in die Halle ein. Man hat es halt nicht leicht als Karnevalist. Am Montag müssen Luftschlangen und Clowns wieder aus der Halle entfernt werden, doch danach geht es auch nicht einfach nach Hause. Schließlich ist Rosenmontag und da wartet die größte Party – wenn man denn noch Kraft hat.
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