Riesenschritt für Hamborn
14.10.2011 | 17:14 Uhr 2011-10-14T17:14:00+0200
Duisburg-Hamborn. Für Jörg Weißmann geht in Kürze ein Traum in Erfüllung: Die Gründung des Heimatvereins Hamborn nimmt langsam aber sicher Formen an.
Für Jörg Weißmann geht in Kürze ein Traum in Erfüllung: Die Gründung des Heimatvereins Hamborn nimmt langsam aber sicher Formen an.
Vor allem die Resonanz auf seinen Aufruf stimmt den 51jährigen Juristen aus Neumühl optimistisch: Denn nicht weniger als 47 Bürgerinnen und Bürger aus Hamborn , Neumühl und Marxloh folgten jetzt seiner Einladung in den Ratskeller Hamborn, wo Weißmann das Projekt eines eigenen Heimatvereins ausführlich vorstellte.
„Wir waren gespannt, wie viele Besucher unserer Einladung folgen würden“, sagte Weißmann, ein gebürtiger Neumühler. „Wir hatten ungefähr mit 28 bis 30 Besuchern gerechnet. Aber 47 interessierte Bürger waren dann doch eine Überraschung für uns.“ Zu den Gästen zählten u.a. Hamborns bekannter Privathistoriker Hans Lembeck und Walter Schädlich früherer Top-Handballer und lebende Sportlegende. Ferner konnten Jörg Weißmann und seine Mitstreiter zahlreiche interessierte Bürger begrüßen, die sie schon von diversen historischen Stadtführungen in Hamborn oder Marxloh kannten.
Jörg Weißmann, Medizinrechtler in einer großen Essener Sozietät, erläuterte den Besuchern im Ratskeller erst einmal Sinn und Zweck des geplanten Heimatvereins, die Satzungszwecke und die rechtlichen Grundlagen des Vereins sowie das weitere Vorgehen. Weißmann: „In erster Linie soll der Verein die Heimatgeschichte von Hamborn, Neumühl und Marxloh sammeln und bündeln, die Erinnerung daran wach halten.“ Hauptquelle dieser Sammlung soll das umfangreiche Archiv an Fotos und Texten von Privathistoriker Hans Lembeck sein. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Quellen, u.a. die große Privatsammlung der Familie Schornstein, die der Heimatverein als Grundstock seiner Sammlung künftig nutzen kann.
In den nächsten vier Wochen wollen Jörg Weißmann und die anderen Aktiven möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Duisburger Norden für den Heimatverein gewinnen. „Nach dem deutschen Vereinsrecht brauchen wir mindestens sieben Mitglieder“, so Jurist Weißmann. „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir weitaus mehr Bürger für den Heimatverein begeistern können.“
Bei dem ersten Treffen im Duisburger Ratskeller bekundeten bereits viele Besucher ihr Interesse daran, nahmen Mitgliedsanträge mit. Mitgliedsanträge können interessierte Bürger aber auch in den kommenden vier Wochen an folgenden Stellen abholen und ausgefüllt abgeben:
-In Hamborn im Quartier im Dichterviertel am Goetheplatz 1.
-In Neumühl in der Gaststätte Marktklause an der Holtener Straße 217
-In Marxloh im Blumengeschäft Pflanzenecke, Friedrich-Engels–Straße 9. Sobald Jörg Weißmann und seine Mitstreiter alle Mitgliedsanträge vorliegen, wollen die Initiatoren zur ersten ordentlichen Versammlung des Heimatvereins einladen, „vermutlich schon in den kommenden vier Wochen. Wir geben den Termin bekannt.“
Dann soll auch ein Vorsitzender, sein Stellvertreter, Schatzmeister und Schriftführer – auch das schreibt das deutsche Vereinsrecht vor. Wir würden uns auch über aktive Beisitzer freuen“ sagt Jörg Weißmann. Beim Info-Treffen im Ratskeller sicherten Bezirksbürgermeister Uwe Heider und Verwaltungsleiter Hans Nattkamp dem künftigen Verein ihre Unterstützung zu.
Der Verein könnte sein neues Domizil in der ehemaligen Wohnung des Hamborner Oberbürgermeisters Dr. Rosendahl im Rathaus Hamborn beziehen, die seit rund zwanzig Jahren leer steht. Diese Räume im zweiten Stock des Rathauses könnten dann auch die Sammlung zur Heimatgeschichte beherbergen.
0mitdiskutieren