Ratsherr ruft Rattenfänger
18.10.2012 | 18:06 Uhr 2012-10-18T18:06:00+0200
Duisburg-Meiderich. Meiderich: CDU contra Müllproblem. Eine erste Ortsbegehung mit Tier-Kontakt
Gertrud Bettges und Thomas Kretschmer vom CDU-Ortsverband haben die Nase voll vom Dreck und Müll auf den Meidericher Straßen.
Was man dagegen tun kann, besprachen sie am Mittwoch mit knapp 30 Meidericher Bürgern auf einem Rundgang durch ihr Quartier. Dabei war auch Norbert Lorenz, Geschäftsbereichsleiter der Stadtreinigung bei den WBD. Treffpunkt war der Busbahnhof, dessen Zustand dem Meiderichern besonders stinkt.
Lorenz klärte die Zuständigkeiten: Der Müll auf dem Boden ist Sache der Wirtschaftsbetriebe, die Schmierereien an den Aufbauten sind Sache der DVG. Es würde nicht oft genug sauber gemacht, fanden die Bürger. Wenn morgens gekehrt wäre, sei um elf Uhr schon wieder alles beim Alten. Jugendliche wären zudem unansprechbar: „Die spucken einen an, wenn man sagt, sie sollen ihren Müll aufheben“. Für Unmut sorgten auch die verwilderten Blumenbeete und der ungepflegte Mittelstreifen an der Von-der-Mark-Straße. Wie bestellt lief eine große Ratte den Spaziergängern in Sachen Sauberkeit und Ordnung fast über die Füße. Für die Meidericher gehören die Nager auf der Einkaufsstraße schon fast Alltag: „Die sehen wir hier jeden Tag.“ Norbert Lorenz wies darauf hin, dass man wegen der Ratten die Stadt anrufen kann, die dann Köder auslegt.
„Jetzt gehen wir zum Taubenhaus“, sagte Ratsherr Thomas Kretschmer. Jeder Meidericher kennt den leer stehenden Bau an der Ecke Von-der-Mark/Rosenbleeck, vor dem der herabgefallene Taubenkot eine ekelhafte Schicht bildet. „Die Eigentümer bewegen sich jetzt endlich“, berichtet Gertrud Bettges, „sie wollen das Gebäude abreißen und neu bauen, aber ihnen werden jede Menge Steine in den Weg gelegt.“
Unter anderem mussten sie ein Artenschutzgutachten erstellen lassen - wegen der Tauben! Die Meidericher schütteln die Köpfe. „Unser Artenschutz zählt wohl gar nicht, direkt nebenan werden offene Lebensmittel verkauft, das ist doch total unhygienisch“, finden sie.
Gertrud Bettges verspricht dranzubleiben. Der Rosenbleeck ist zugeparkt wie immer, die Stadtreinigung hat praktisch keine Möglichkeit, die Rinnsteine zu säubern. Trotzdem spricht sich Norbert Lorenz gegen Halteverbot aus. „Wenn wir das machen, weicht der Parkdruck in die Seitenstraßen aus.“
Lorenz will mit mobilen Halteverbotsschildern mehrmals im Jahr die Straße frei machen. Seine Zuhörer sind zufrieden: „Das ist doch schon mal ein Anfang.“
09:31
Die Zuständigkeiten sind doch klar. Diese Verhältnisse gibt es ja schon länger. Insgesamt wird die Verantwortung auf den Bürger/Anwohner abgeschoben, damit der sich bei den genannten Stellen unbeliebt machen kann, weil er dann ständig mit den entsprechenden Mitarbeitern telefoniert. Schade, dass logische Sachen wie eine mobile Absperrung auf einmal als neue Idee verkauft wird, denn jeder normale Mensch kommt wohl von alleine auf diese Lösung.
Dazu die jetzt durch die neue Poststelle unglaubliche Mehrbelastung der Von-der-Mark-Straße: Vorher schon unzumutbar, jetzt unglaublich! Die netten Kleinlaster, die An-und Abliefern, sorgen vor und hinter den Häusern für Lärm-und Abgasbelästigung und Parkraumverstopfung. Und die Kunden stehen mit ihren PKW mitten auf der Straße, steigen aus und erledigen "mal eben" ihre Postgeschäfte.Rückstau? Na ich bin doch (vorne und) gleich fertig! Parkplätze? Keine vorhanden! ."Dank" an die CDU, die sich für den Standort stark machte.
10:18
Mit dem Taubenhaus ist ja wohl das Haus auf der Ecke "Von der Mark - Kirchstraße" gemeint. Bitte besser schlau machen, wenn man nicht ortskundig ist. Berlin liegt auch nicht am Rhein.
Hups, da ist mir beim Schreiben tatsächlich ein Irrtum passiert. Danke für den Hinweis. Es muß natürlich "Kirchstraße" heißen. Da war ich ein bisschen zu schnell um die nächste Ecke. Ich bitte alle Meidericher, denen das aufgestoßen ist, um freundliche Nachsicht.
07:07
zu #1: Sorry aber Sie haben echt keine Ahnung.
Oft liegt der Müll direkt neben einem Papierkorb.
Ich kann auch nicht verstehen warum man eine volle Flasche oder Zigarettenpackung kilometerweit tragen kann, sobald sie leer sind müssen diese Dinge wohl so schwer werden das man sie sofort fallen lassen muss.
Das Einzige was hilft sind drakonische Strafen.
Zigarettenkippe 50€, Kaugummi 100 €, Hundesch.. 150€, usw.
22:20
Duisburg vermüllt und das hat viele Ursachen, zu wenig Papierkörbe in den Straßen und Parks und es sollen immer weniger Mitarbeiter bei den Wirtschaftsbetrieben immer mehr
Leistungen erbringen und irgendwann stellt man dann fest, es liegt mehr Müll herum wie unser Stadtbild vertragen kann, paßt aber zu der Duisburger Politik.