Geschichte
Ran an die Schüppe: Vor 75 Jahren begann der Bau der A3
22.03.2009 | 13:57 Uhr 2009-03-22T13:57:00+0100
Duisburg. Arbeiterkolonnen marschierten vor 75 Jahren am Kaiserberg auf, um die neue Reichsautobahn zu bauen. Im Duisburger Stadtgebiet war die "brückenreichste Planung" der damaligen Zeit; Ruhr, Emscher und Kanal mussten überquert werden - und das alles ohne schwere Maschinen.
Umringt von „Nazi-Prominenz” marschierte Duisburgs Staatskommissar (für den Ruhrsiedlungsverband) und spätere Bürgermeister Just Dillgardt (*1889, 1960) am 21. März 1934 am Kaiserberg auf: Dort nahm er den ersten Spatenstich zum Bau der Reichsautobahn 3 vor. Am selben Tag begannen an der neuen Trasse auch Arbeiten an anderer Stelle im Stadtgebiet, und zwar in Neumühl, nahe der Grenze zu Oberhausen. Der Kaiserberg war eine sehr wichtige Stelle: Dort endete der von Dortmund kommende Ruhrschnellweg, der direkt an die neue Autobahn angebunden werden sollte. Später wurde die ehemalige Landstraße auch als Autobahn ausgebaut. In dem Zuge entstand der so genannte Spaghetti-Knoten, wie das Kreuz Kaiserberg auch genannt wird.
Ein Jahr zuvor, 1933, hatte Adolf Hitler den Bau von Autobahnen angeordnet und noch im September in Frankfurt am Main den ersten Spatenstich für die erste Strecke selbst vorgenommen. Nur ein Jahr später waren bereits 1500 km im Bau, dazu zählte auch der Abschnitt in Duisburg.
Im Duisburger Stadtgebiet musste die RAB (Reichsautobahn) auf einer Hochtrasse angelegt werden, und zwar mit rund einem Dutzend Brücken. Es war, wie die Chronisten berichteten, die „brückenreichste Planung” zur damaligen Zeit. Allein drei Wasserläufe waren zu überwinden: Ruhr, Emscher und Kanal.
Für den Duisburger Norden plante man, wegen der Nähe zur Industrie, zwei Auf- und Abfahrten an der A 3, die auch heute noch existieren, allerdings beide auf Oberhausener Gebiet, unmittelbar an der Stadtgrenze.
Von schweren Baumaschinen wusste man damals nichts: Stattdessen rückten ganze Hundertschaften Arbeiter mit Schüppen an. Das Baumaterial – Gesteinsbrocken, Kies, Schotter und Sand – transportierten sie in so genannten Feldbahnloren. Die Schienen dafür waren entlang der Trasse verlegt.
Die Männer mussten körperlich sehr schwer arbeiten. Anfangs wurde der „freiwilligen Arbeitsdienst” eingesetzt, später mussten junge Menschen ein halbes Jahr lang Pflichtdienst tun.
Trotzdem ging der Bau der Trasse nicht so schnell voran, wie es sich Hitler gewünscht hatte: Vor allem wegen der vielen Brücken verzögerte sich die Fertigstellung im Duisburger Stadtgebiet – erst im Dezember 1936 konnte dieser Abschnitt in Betrieb gehen.
Die Menschen staunten damals über die neue Straße: Man kam auf den getrennten Fahrbahnen schnell voran und durfte sogar am Straßenrand mal ein Päuschen einlegen und ein Picknick machen.
Mit Motorenlärm musste man indes kaum rechnen: Privatautos gab es nur wenige, allenfalls besaßen die Menschen Motorräder. Aber auch ein solches Gefährt konnte sich damals gerade jeder zehnte leisten.
Stichwort: Reichsarbeitsdienst
Beim 1931 ins Leben gerufenen „Freiwilligen Arbeitsdienst” (FAD) waren arbeitslose Jugendliche und Erwachsene beschäftigt, sie durften nur gemeinnützige Arbeiten verrichten. Hitler missbrauchte den Dienst allerdings bald für militärische Aufgaben. 1935 wurde der Name geändert, nun war der „Freiwillige” der „Reichsarbeitsdienst” und jeder junge Mensch musste ein halbes Jahr lang „dienen”.
19:01
# 11
wenn statt wen
und die Braunen haben keine Gesichter, die haben Fratzen.
Kann schon mal vorkommen ;-))
18:59
Schön - wen die Braunen sich outen.
Dann stehen sie mental immer auf der gleichen Entwicklungs(treppen)stufe wie die SchülerUnion:
Suum cuique (Cato major)
Menschen haben nur ein Gesicht - Doppelköpfig war nur Janus - also nix mit Medaille und zwei Seiten.
18:47
Finden hier einige das der REICHSARBEITSDIENST eine gute Sache war oder wie?
Dachte immer alles bei den Nazis wäre schlecht?
Die Nazis waren doch alles Monster oder waren es vielleicht doch Menschen?
NEIN es gab nur schlechtes bei den Nazis ! Wo kommen wir denn da hin wenn positive Seiten der Nazi-Herrschaft auftauchen.
2 Seiten der Medaille gibts bei den Nazis nicht.
OK VERSTANDEN.
18:19
*****grins
Freiwilliges sozial-ökologisches Jahr.
Hilft gegen Jugenarbeitslosigkeit.
18:08
Freiwilliger Arbeitsdienst
passt wie A#### auf Eimer zu den
Freiwilligen Kündigungen bei Siemens.
Demnächst in diesem Lichtspieltheater:
Freiwillige Kündigungen bei ThyssenKrupp
Freiwillige Kündigungen bei Opel..................
Ich möchte eine Schüppe mit langem Stiel.
17:43
Anfangs wurde der „freiwilligen Arbeitsdienst” eingesetzt, später mussten junge Menschen ein halbes Jahr lang Pflichtdienst tun.
Beim 1931 ins Leben gerufenen „Freiwilligen Arbeitsdienst” (FAD) waren arbeitslose Jugendliche und Erwachsene beschäftigt, sie durften nur gemeinnützige Arbeiten verrichten.,,,
Ich sags doch schon immer:
SPD und CDU katapultieren mit Hartz 4, Agenda 2010 u. v. m. Deutschland zurück in die Nazizeit um 1935!
Dann kann man anscheinend auch beruhigt wieder radikal rechts wählen.
17:36
@immerNett
wie soll so eine Arbeit zu einem normalen Arbeitsleben führen?
Inzwischen gibt es Maschinen die kostengünstiger als menschliche Arbeit sind. Welcher Auftraggeber wird wohl 100 Arbeiter bezahlen, wenn 1 Arbeiter mit 1 Maschine das ganze in gleicher Zeit erledigen kann?
Durch solch tolle Vorschläge bekommen wir hier Zustände wie in China oder der dritten Welt (Stundenlohn 20ct bei 12 Std/Tag) damit sie nicht teurer sind als die Maschinen. Aber wie sollen die Menschen davon leben? Solange die Lebenshaltungskosten in Form von Miete, Energie, Lebensmittel nicht genauso billig wie in diesen Ländern wird kann das nicht funktionieren.
Bisher habe ich nur einen Ansatz gefunden um menschliche Arbeit wieder konkurrenzfähig zu machen (such mal im Netz nach grundeinkommen.avi). Damit würden dann Berufe mit personenintensiver Arbeit wie Krankenpflege, Bauarbeiter oder auch Friseur wieder einen gerechten Stellenwert im Vergleich zu so abgehobenen Verwaltern von Geld wie Manager und Politiker, die mehr Geld bekommen als sie jemals wieder in die Wirtschaft zurückgeben können. Oder hat schon mal einer dieser Millionäre 100 Autos gekauft? bei 100 Arbeiter, die jeweils nur 10000 bekämen ist es irgendwie wahrscheinlicher dass dadurch 100 Autos gekauft werden und so die Wirtschaft wieder in Bewegung kommt.
16:57
@ mannomann tut das weh, #4
Les noch mal den obersten Absatz, dieses Online-Team hat nur versucht, einen redaktionellen Fehler wieder auszubügeln.
16:48
und wer hat sie so verwöhnt (die Kinder) ?
Ist es es nicht unsere heutge Konsumgesellschaft, zu der auch @comupterprinzessin gehört ?
Erst einmal an die eigene Nase fassen, das gilt vor allem für Oberhirni @DasOnlineTeam, der von Dinge erzählt, von denen er keine Ahnung hat.
Die Hartz IV - Pauschalverurteilung sagt mal wieder alles. Vermutlich fühlen Sie sich auch in der Zeit wohl, wo Adolf noch das sagen hatte. Ewig Gestrige haben die Zeit einfach verpennt und sind offensichtlich erst gestern aufgewacht.
Gute Nacht @DasOnlineTeam, schlafe weiter.
Dummschwätzer an die Schüppe, dann hört die Dummschwätzerei von allein auf.
15:44
Ein halbes Jahr körperliche Arbeit kann man der Jugend von heute gar nicht mehr zumuten! Wenn die Kinder zum Kindergarten und zur Schule nicht mit dem Auto gebracht werden, sind sie ja total erschöpft. Vom Schulsport ganz zu schweigen. Fragen Sie mal die Sportlehrer.