Politiker Slykers macht sich für Bauland in Röttgersbach stark

Manfred Slykers, Ratsherr der SPD in Duisburg
Manfred Slykers, Ratsherr der SPD in Duisburg
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Am Rande des Revierparks Mattlerbusch wollen SPD, Grüne und Linke Wohnbebauung zulassen. Die Stadt lehnt das ab. Aber die Politik bleibt am Ball.

Hamborn.. Nicht nur im „Fall Calisir“ sperrt sich die Stadt Duisburg gegen eine Bebauung am Rande des Revierparks Mattlerbusch. Auch der Vermarktung von vier Grundstücken, die im Revierpark liegen, hat die Verwaltung eine Absage erteilt (wir berichteten).

SPD, Grüne und Linke in der Bezirksvertretung Hamborn machen sich für den Verkauf von vier Grundstücken stark, wollen damit Einnahmen für den Revierpark erzielen. Dem geht es bekanntlich finanziell schlecht, er benötigt Finanzspritzen, wenn der Park erhalten werden soll.

SPD-Mann Manfred Slykers, der derzeit den Vorsitz im Verwaltungsrat des Revierparks Mattlerbusch inne hat, will das Thema trotz der ablehnenden Haltung der Stadtverwaltung nicht begraben. Man dürfe nicht dogmatisch an Beschlüssen (Duisburg 2027) beziehungsweise Bebauungsplänen festhalten, wenn dadurch der Fortbestand des Revierparks gefährdet sei, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. Ähnlich wie das Calisir-Grundstück am Wendehammer der Seelhorststraße befinden sich die von SPD, Grünen und Linken ins Spiel gebrachten Areale am Rande des Parks, aber eben tatsächlich innerhalb der Parkgrenzen. Calisirs Grundstück indes liegt außerhalb, grenzt aber direkt an.

Nicht wirklich nachvollziehen kann Ratsherr Manfred Slykers, warum man dem Marxloher Geschäftsmann nicht einen Neubau auf dessen Grundstück bewilligt. Dafür müsse es doch eine Lösung geben, sagt der Politiker. Die Stadt solle ihre Entscheidung noch einmal überdenken, meint Slykers. Er ist allerdings der Meinung, dass man Calisir klare Auflagen machen müsse, was den Bau betrifft.

Die von der Politik angesprochenen Flächen seien keine, die von den Bürgern direkt genutzt würden. Im Fall Calisir sowieso nicht: Seine 12 000 Quadratmeter sind Privatfläche. Kurzum, so Slykers Fazit: Wenn auf den insgesamt fünf Flächen gebaut werde, ändere sich für die Bürger, die den Park nutzen, nichts.