Das aktuelle Wetter Duisburg 21°C
Baupläne

Politik will Pollmanneck in Duisburg-Marxloh schützen

23.01.2015 | 16:39 Uhr
Politik will Pollmanneck in Duisburg-Marxloh schützen
Das stattliche Eckhaus auf der rechten Seite will ein Investor abreißen.Das Bild entstand am Freitag, 23.1.2015 an der Pollmannkreuzung im Herzen Marxlohs.Foto: Udo Milbret

Marxloh.  Ein Investor hat den Antrag gestellt, ein Eckhaus an der Pollmannkreuzung in Duisburg-Marxloh abreißen zu dürfen. Die Politik sagt: „Nein!“

Große Einmütigkeit herrschte in der Bezirksvertretung Hamborn darüber, dass der beabsichtigte Abriss des Eckhauses Kaiser-Wilhelm-Straße 307 bis 309 am Pollmanneck verhindert werden soll. Ein Investor aus Böhnen in Westfalen beabsichtigt, dort ein neues viergeschossiges Geschäftshaus zu errichten. Einstimmig beauftragten die Bezirksvertreter die Stadtverwaltung auch damit, zu prüfen, ob das ganze Pollmanneck unter Denkmalschutz gestellt werden kann.

Anlass für die Bezirksvertretung, sich damit zu beschäftigen, war der Vorschlag der Stadtverwaltung, auf die Herstellung der dafür erforderlichen zusätzlichen vier Pkw-Stellplätze zu verzichten. Die Rechnung, die die Baubehörde dazu aufmachte, verwunderte die Bezirksvertreter sehr. Schon für das vorhandene Wohn- und Geschäftshaus müssten eigentlich 26 Stellplätze nachgewiesen werden. Das Haus wurde vor rund 100 Jahren natürlich ohne jeden Stellplatz errichtet.

Für 30 fehlende Stellplätze könnte die Stadt 180 000 Euro kassieren

Bei der Berechnung wollte man aber nun „fiktiv“ so tun, als gäbe es sie. Für den Neubau müssten 30 Stellplätze geschaffen werden. 26 von ihnen gelten als „fiktiv“ vorhanden. Vier würden demnach fehlen. Und auf die Forderung, sie zu errichten, sollte ebenfalls verzichtet werden, da das auf dem Grundstück nicht machbar sei, da es komplett bebaut ist.

„Wir freuen uns ja über die Investition“, erklärte SPD-Sprecher Sebastian Haak. „Aber ist der Abriss wirklich sinnvoll?“, fragte er. Was da geplant sei, sei ein „gesichtsloser Neubau“. Beim Pollmanneck handele es sich aber um ein Gebäude-Ensemble, das für das Stadtbild von Marxloh bis heute prägend sei.

Das sah CDU-Ratsherr Rainer Enzweiler ähnlich. „Das Haus war eines der ersten, die mit öffentlichen Geldern aus dem Fassadenprogramm saniert wurden.“ Aber auch die Frage nach den Stellplätzen sei keine Nebensächlichkeit. „Genügend Stellplätze sind für die weitere Entwicklung von Marxloh entscheidend“, so Enzweiler.

6000 Euro Ausgleichzahlung pro Stellplatz

Bis zu 6000 Euro an Ausgleichszahlung, so genannte Stellplatzablöse, könnte die Stadt vom Investor für 30 Stellplätze verlangen. „Das wären 180 000 Euro für neue Stellplätze in Marxloh“, so Sebastian Haak.

Herbert Fürmann (Die Linke) ergänzte, von diesem Betrag sei es ohne weiteres möglich, eine Schrottimmobilie in der Nähe zu erwerben, abzureißen und darauf Parkplätze anzulegen.

Martin Kleinwächter

Kommentare
26.01.2015
15:11
Politik will Pollmanneck in Duisburg-Marxloh schützen
von supertina | #4

Abriss....nein

Hagedornstr. 51 bis Ecke Weselerstr. 37 soll abreißen...das ist egal

aber nicht Pollmanneck ....

Funktionen
Fotos und Videos
Der Duisburger Hafen
Bildgalerie
Fotoreise
Beecker Kirmes
Bildgalerie
Volksfest
Der Westzipfel des Landschaftsparks Nord
Bildgalerie
Landschaftspark
Grundsteinlegung bei Hövelmann
Bildgalerie
Wirtschaft
article
10267182
Politik will Pollmanneck in Duisburg-Marxloh schützen
Politik will Pollmanneck in Duisburg-Marxloh schützen
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/politik-will-pollmanneck-in-duisburg-marxloh-schuetzen-id10267182.html
2015-01-23 16:39
Nord