Pfosten nerven Aldenrader Ärzte
24.01.2012 | 17:06 Uhr 2012-01-24T17:06:00+0100
Duisburg-Aldenrade. Die Metallpfosten, mit denen der Kometenplatz abgesperrt ist, damit dort keine Autos mehr herumkurven können, stört die Ärzte im Medical-Center. Das sagt der Verwalter des Komplexes, Karl-Rudolf Mattenklotz.
Die Anlieger des Aldenrader Kometenplatzes sind froh, dass Pfosten seit Wochen die Zufahrt zur „Fußgängerzone“ versperren. Seitdem können dort keine illegalen Autorennen mehr stattfinden, die etlichen Menschen ein Dorn im Auge waren – wir berichteten. Doch nun klagen die Ärzte, der Apotheker, der Optiker und der Hörgeräteakustiker, dass ihre gehbehinderten Kunden nicht mehr bis vor die Tür des Medical-Centers fahren können. Sie fordern die Verwaltung auf, eine Lösung zu suchen, wie das wieder ermöglicht werden kann.
Karl-Rudolf Mattenklotz, Verwalter im Aldenrader Ärztezentrum, hat die SPD-Bezirksfraktion eingeschaltet, die sich, obwohl sie den Beschluss, die Absperrungen aufzustellen mitgetragen hat, nun für eine Lockerung stark macht. Deren Vorsitzender Jürgen Feuchtner peilt eine ganz einfache Lösung an: Er will kurzerhand einen Pfosten, der die Zufahrt zum Ärztehaus versperrt, vom Hausmeister des Gesundheitszentrums morgens herausnehmen und nach Feierabend der Ärzte wieder einsetzen lassen.
„So einfach geht das nicht“, stellt Bezirksamtsleiter Reinhold Mettlen klar. Die Schlüssel für die herausnehmbaren Pfosten bekomme man nicht ohne weiteres. Man müsse schon ein wirklich dringendes Anliegen haben. Wie etwa die Marktbeschicker. Die bekommen den Schlüssel, damit sie an den Markttagen problemlos mit ihren Fahrzeugen die Stände anfahren oder ihre Verkaufswagen auf den Platz stellen können.
Dass fürs Ärztehaus eine Sonderregelung geschaffen wird, kann sich Mettlen im Moment nicht vorstellen. Zumal bereits zwei Stellplätze für Behinderte eingerichtet worden sind und zwei weitere in kürze hinzukommen sollen. „Von diesen Plätzen aus sind es nur etwa zwanzig Meter bis zum Eingang des Ärztehauses“, sagt Mettlen. Und damit sei der Weg deutlich kürzer als allgemein gefordert. Aus dem Rathaus hat er als Maximalentfernung 50 Meter genannt bekommen.
Die Behindertenstellplätze reichen Karl-Rudolf Mattenklotz nicht: Er will erreichen, dass vor allem Taxis bis zum Eingang am Aufzug zum Ärztehaus fahren dürfen. Was Mettlen unter allen Umständen verhindert wissen will: Droschken fahren seiner Erfahrung nach „immer bis vor die Haustür, egal, ob sie Gehbehinderte transportieren oder nicht“. Man könne nicht sicherstellen, dass wirklich nur Wagen vorrollen, die berechtigt sind, meint er. Weshalb er sich dafür stark macht, dass die bisherige Regelung beibehalten wird.
Die SPD will das Thema in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung noch mal diskutieren lassen – und notfalls einen förmlichen Antrag im Interesse der Ärzte stellen.
09:51
Nein, wo kämen wir da auch hin, wenn man die einfachste und naheliegendste Lösung in Betracht ziehen würde. Um Gottes Willen! Das ist aber auch wirklich ein Eingriff in die Selbstbestimmung des Bezirksamtes.
Apropos Selbstbestimmungt: Dem Leiter sei aus gegebenem Anlass DRINGEND angeraten, Anweisungen und Informationen, die aus dem Rathaus kommen, zu überprüfen. Auch wenn es sich "nur" um die Angaben von Wegstrecken handelt. Oder vielleicht gerade deswegen...
09:08
Möchten sich die Ärzte noch mehr Kundschaft verschaffen, weil wieder einmal auf einem öffentlichen Platz jemand angefahren wird?. Es kann doch wohl nicht sein, dass auf einem öffentlichen Platz jetzt auch noch mit Autos gerast wird. Ganz klare Ansage, Autos haben auf diesem Platz NICHTS zu suchen!! Am besten fahren sie mit dem Taxi zum Kaufland, direkt davor natürlich oder zur Apotheke. Kinder, ist doch egal....alte Menschen mit Rollator sch... egal, wird alles gnadenlos über den Haufen gefahren. Optikern und Hörgeräteakustikern sei gesagt, die Kundschaft kann schlecht sehen oder hören , aber dennoch gehen.
08:09
Sollen sie doch ihr "Ärztehaus" an die B8 verlegen! Dann kann wieder Jeder mit dem Auto vorfahren!!
...aber im Rahmen der allgemeinen Vettern-Wirtschaft wird die Dorfpolitik schon eine "Regelung" schaffen!