Peter Fette aus Duisburg-Hamborn kennt die halbe Welt

Peter Fette auf einem Gipfel in Pakistan.
Peter Fette auf einem Gipfel in Pakistan.
Was wir bereits wissen
Zuletzt besuchte er den Karneval in Venedig. Rund 80 Länder hat er bereist, stand auf mehreren Gipfeln, unter anderem auf dem Kilimandscharo.

Alt-Hamborn/Venedig.. Mit 1200 digitalen Fotos auf der Speicherkarte kehrte der Alt-Hamborner Peter Fette vom Karneval in Venedig zurück in die Heimat. Er kommt aus dem Schwärmen nicht heraus. „Diese wahnsinnig aufwendigen Kostüme, der würdevolle Rahmen und dann die herrliche Kulisse...“

Vor ein paar Jahren war Fette schon einmal zur jecken Zeit in der Lagunenstadt, doch damals noch mit einfacher Fotoausrüstung. Jetzt nahm er die Profikamera mit, um perfekte Bilder zu bekommen. „Ich hatte vorzügliches Wetter, Sonne pur. Die Sicht war so klar, dass ich am Horizont sogar die schneebedeckten Alpen sehen konnte.“

Vom Konditor zum öffentlichen Dienst

Anders als in seiner Heimat, wo der Karneval laut, fröhlich und ausgelassen gefeiert wird, gehe es in der historischen Stadt sehr feierlich zu. Man sei im Verhältnis sehr leise, bewege sich sehr würdevoll in den üppigen Kostümen, die überwiegend die „alte Zeit“ widerspiegelten. Besonders beeindruckt war Peter Fette, wie höflich und stilvoll­endet die Verkleideten miteinander umgingen. „Man begrüßte sich mit Kusshand und ehrfürchtigen Verbeugungen.“

Der 75-jährige ist ein Weltenbummler. Er stammt aus Kaiserswerth. Zunächst arbeitete er als Konditor, besitzt sogar den Meisterbrief. Als immer mehr Großbäckereien auf den Markt drängten, sattelte er um: Er entschied sich für den öffentlichen Dienst, drückte die Schulbank und wurde Arbeitsberater im Arbeitsamt.

"Da stand ich auf 6830 Metern Höhe"

Vor 36 Jahren zog er nach Hamborn, wo er in einem ehemaligen Zechenhaus lebt. Peter Fette ist verheiratet, hat drei Kinder.

Reisen und Fotografieren – das sind seine Leidenschaften. Wann immer möglich, packt er den Rucksack und zieht los. Rund 80 Länder hat er erkundet, darunter so exotische wie die Mongolei. Besonders angetan haben es ihm die hohen Berge. Im Himalaya war er mehrfach, nicht nur im vergleichsweise sicheren Indien und Nepal, sondern auch in Pakistan. Den höchsten Punkt, den er zu Fuß erreicht hat, war ein namensloser Berg in Tibet. „Da stand ich auf 6830 Metern Höhe.“

Unzählige Fotos

Indochina hat es ihm auch angetan, aber am schönsten, am beeindruckendsten, sagte er nach kurzer Überlegung, „war es in Patagonien und Feuerland“. Er schwärmt noch heute von den Bergen, Gletschern, Seen und der wahnsinnigen Flora und Fauna.

Jetzt, im etwas höheren Alter, zieht es ihn mehr in die europäische Nachbarschaft. Als nächstes steht die Normandie auf dem Plan. Die anderen Ziele hat er stets vor Augen: In seinem Haus hängen unzählige Fotos, die er auf seinen Reisen in den vergangenen Jahrzehnten geschossen hat.