Peter Abels siegt beim Königsschießen im Dorf Walsum

Peter Abels ist neuer Schützenkönig im Dorf W
Peter Abels ist neuer Schützenkönig im Dorf W
Foto: Michael Dahlke
Der BSV 1856 Walsum hat seit Sonntagabend einen neuen König: Mit dem 496. Schuss holte Peter Abels den Holzvogel von der Stange. Ein gelungenes Fest.

Alt-Walsum..  Walsum hat einen neuen Schützenkönig: Sonntagabend um 19.44 Uhr holte Peter Abels (64) auf dem Festplatz gegenüber der St.-Dionysius-Kirche den Vogel von der Stange.

„Vor genau 40 Jahren war seine Frau Schützenkönigin“, berichtet BSV-Sprecher Jan Krott. Peter Abels hatte aber erst beim elften Anlauf Glück. „Jetzt bin ich im siebten Himmel“, sagte der neue König überwältigt. Zu seiner Königin machte er Gertrud Petri. Sie hatte neben Gregor Scholten und Rainer Bachran mit um die Königswürde geschossen. Insgesamt 496 Schuss brauchten die Grünröcke, um das hölzerne Tier zu erlegen.

Wacholderkirmes gehört dazu

Traditionell schießen die Walsumer mit Kleinkaliber. Da braucht es seine Zeit, bis die Fetzen fliegen. Die Krone sicherte sich Joshua Perdighe, den Reichsapfel holte Sascha Przybylla. Das Zepter kassierte Dominik Krott, den Kopf Philip Kanka. Den rechten Flügel nahm Pascal Kügler, den linken Christian Scholten mit nach Hause. Bis die Pfänder komplett gefallen waren, hatten die Schützen bereits 397 Schüsse abgegeben.

Die Gäste verfolgten das König-schießen mit einem erfrischenden Getränk in der Hand. Obwohl es am Sonntagabend recht windig geworden war, hatte das Schwitzen noch kein Ende gefunden. Überraschend: Das Publikum war vom Alter her sehr gut gemischt. Teenager, junge Erwachsene und alte Hasen feierten gemeinsam.

Bereits am Freitagabend hatte die Vier-Tage-Party begonnen, zu der auch die traditionelle Wacholderkirmes mit Buden und Fahrgeschäften gehört. Rund 450 Gäste waren ins Festzelt hinter der Kneipe Wacholder Claus gekommen, um die Isertaler Hexen live zu erleben.

Am Samstag war es tagsüber und in den früher Abendstunden ruhig. Der Grund: die Hitze. Aber am Abend, als eine Band spielte, da füllte sich der Festplatz rasch.

Geschossen wurde am Sonntagabend übrigens auch im Publikum: Ein Besucher machte sich einen Jux daraus, Seifenblasen zu produzieren, die schillernd aufstiegen und besonders den auffallend vielen Kindern viel Freude bereiteten.

Die Schützen selbst sind hochzufrieden mit ihrem Fest: „Das Wetter hat mitgespielt und die Stimmung war durchweg gut“, fasst Jan Krott zusammen.

Jetzt heißt es: Das Dorf abschmücken. Die Grünröcke hatten im weiten Umkreis grün-weiße Wimpel über die Straßen gespannt und damit auf ihr Fest hingewiesen. Kommendes Jahr steigt das nächste Schützenfest im Dorf.

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