Party von Walsumern für Walsumer

Strahlender Sonnenschein, tolle Stimmung: Walsum zeigte sich zur Altweiberfastnacht von seiner schönsten Seite. Foto: Udo Milbret
Strahlender Sonnenschein, tolle Stimmung: Walsum zeigte sich zur Altweiberfastnacht von seiner schönsten Seite. Foto: Udo Milbret
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die größte Altweiber-Freiluftsause am Niederrhein steigt stets auf dem Kometenplatz. Kostüme und Stimmung prächtig.

Walsum..  „Denn da erschuf der liebe Gott die Mädchen aus dem Kohlenpott, sogar der alte Petrus hat gelacht: Chef, dat haste fein jemacht“ – diese Zeilen sang der unvergessene Kurt Lauterbach Ende der 1970’er und schenkte dem Karneval an Rhein und Ruhr eine eigene Hymne.

Recht hatte er, der Solinger Blödel-Barde, speziell was den heiligen Petrus an geht: Der hat wahrlich seine Freude an den Walsumer Mädchen, die Jahr für Jahr zu tausenden auf den Kometenplatz strömen und als fröhliche Möhnen die größte Open-Air-Altweiberfastnacht am Niederrhein feiern.

Auch diesmal strahlt die Sonne über Walsum und geschätzt 5000 Möhnen mit männlichem Anhang finden sich bis 11.11 Uhr vor dem Bühnen-Truck der Karnevalsgesellschaft Gruen-Weiss Walsum ein.

Sitzungspräsidentin Dagmar Kock, die charmant durchs Programm führt, muss zu Beginn einem Neuling zeigen, wo an Altweiberfastnacht in Walsum der Hammer – oder besser die Schere – hängt: Dabei hatte er sich so fein gemacht, der Bezirksbürgermeister Georg Salomon!

Brachte alles nichts. Dagmar Kock durchtrennt seine Krawatte mit einem energischen Schnitt und knöpft dem Hausherren des angrenzenden Rathauses im Namen aller Möhnen die Schlüssel ab.

„Den hat sie mal sauber durchgeschnitten“, sagt Salomon anschließend und blickt leicht bedröppelt auf den Krawattenstummel, der von seinem Hals baumelt. Zumindest, was die Schnürsenkel angeht, geht Salomon kein Risiko ein und zeigt grinsend seine schwarzen Halbschuhe her. Nachher wird der Bezirksbürgermeister bei seiner Altweiber-Premiere noch den Walsumer Prinzenpaaren Orden verleihen. Außerdem wird unter anderem IGBCE-Mann Bodo Wilms als sozial engagierter Karnevalist gesondert geehrt.

Während Gruen-Weiss-Eigengewächs Katharina-Maria Fonferek die Möhnen mit einem Schlagermedley und ihrer fantastischen Stimme zum Schunkeln und Tanzen animiert, strahlt am Bühnen-Truck einer mit der Sonne um die Wette: Elmar Klein, Vereinsvorsitzender der Gruen-Weissen ist stolz auf die tolle Organisationsarbeit seiner Vereinskameraden und stolz auf das tolle Walsumer Publikum: „Sehen sie sich die Stimmung an, die Leute an – eine Riesenparty von Walsumern für Walsumer. Einzigartig ist das!“

Woanders, sagt er augenzwinkernd, müsse man sich teure Gaststars einkaufen: „Wir Walsumer feiern hier Jahr für Jahr mit unseren Eigengewächsen. Schauen sie mal nach Duisburg: Die holen sich den Olaf Henning und zahlen dafür ein Heidengeld, weil sie haben’s ja . . .“

Sprichts und stürzt sich wieder ins närrische Treiben, wo (Riesen-)Babys, Teufelchen, Räuber und Clowns in der Walsumer Sonne schunkeln.

Eine Fotostrecke zum Thema finden Sie unter: DerWesten.de/Duisburg/Nord.