Pappeln auf Rheindeich in Duisburg müssen weg

Noch stehen die Bäume am Rheindeich. Bis zum 6. März sollen sie samt Wurzel verschwunden sein.
Noch stehen die Bäume am Rheindeich. Bis zum 6. März sollen sie samt Wurzel verschwunden sein.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Stadt will verhindern, dass die Bäume in Beeckerwerth samt Wurzeln umfallen und den Deich aufreißen. Sondergenehmigung für Arbeiten zur dieser Zeit.

Beeckerwerth..  Um die Sicherheit des Rheindeichs in Beeckerwerth zu gewährleisten, fällen die Wirtschaftsbetriebe 19 Pappeln. Diese Maßnahme ist erforderlich, damit der Hochwasserschutz weiterhin bestehen bleibt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 6. März und reichen damit in die Zeit des Vogelschutzes hinein, der am 28. Februar beginnt und solche Eingriffe untersagt. Es gibt jedoch eine Sondergenehmigung.

Terminliche Schwierigkeiten

„Ein früherer Termin ist auf Grund von terminlichen Schwierigkeiten leider nicht möglich gewesen“, erklärt Volker Lange von den Wirtschaftsbetrieben. Zwar sei die Gefahr derzeit nicht akut, ein Fällen der Bäume aber trotzdem dringend notwendig. Durch eine Befreiung der Unteren Landschaftsbehörde, darf jetzt auch außerhalb der eigentlichen Frist gearbeitet werden. Seit gestern laufen die Vorbereitungen: Bauarbeiter sperren den Bereich ab und treffen erste Vorkehrungsmaßnahmen. Erst Anfang März folgt der Hauptteil der Arbeiten und es rollen die Bagger an, um die Wurzeln auszugraben.

Durch das Fällen soll verhindert werden, dass bei einem Sturm Äste abbrechen und ins Wasser fallen, oder gar ganze Bäume mitsamt Wurzeln herausbrechen. Zwar seien die Pappeln schön anzusehen, sie gehörten aber nicht dort hin. „Bäume haben auf Deichen grundsätzlich nichts zu suchen“, so Lange. Landschaftlich reizvolle, schattige Wege auf der Deichkrone erfreuen Radler und Spaziergänger – der Deich als Wehrbau gegen starke Fluten wird aber durch die Pappeln stark geschwächt: „Wenn dann die Wurzelballen stürzen, reißen sie den Deich auf, was zu Überschwemmungen führen kann“, erklärt Lange. Der Deich sei nicht einfach ein Wall aus aufgehäufter Erde, sondern ein sehr genaues und kompliziertes Bauwerk.

Bei den Arbeiten auf dem Rheindeich werden dementsprechend auch die Wurzeln entfernt und die Löcher aufgefüllt.

Spaziergänger müssen in den kommenden Wochen wohl damit rechnen, dass der Deichweg gesperrt wird. Jedoch werde das nur „zeitweise“ geschehen, wie Lange betont. Noch sei nicht abzuschätzen, an welchen Tagen die Arbeiten in einem Umfang durchgeführt werden, dass der Weg nicht zu begehen ist.

Parkplatz ist geschlossen

Sicher ist jedoch, dass der Parkplatz an der Deichstraße/ Stepelsche Straße über die gesamte Dauer der Vorbereitungen und Bauarbeiten, also seit dem gestrigen Montag, 23. Februar, nicht genutzt werden kann.