Outlet-Center in Duisburg wäre fürs Umfeld Gefahr und Chance
02.03.2010 | 17:04 Uhr 2010-03-02T17:04:00+0100
Duisburg. Das Gutachterbüro Stadt + Handel untersuchte mögliche Auswirkungen eines Outlet-Centers im Duisburger Norden auf die Gesamtstadt und angrenzende Kommunen. Ergebnis: Die Umsätze könnten zwar zurückgehen. Gleichzeitig könnte das Center aber neue Käufer anziehen.
Das Dortmunder Gutachterbüro „Stadt + Handel“ hatte von der Stadt Duisburg den Auftrag bekommen zu untersuchen, welche Auswirkungen ein Factory-Outlet-Center auf die Ortsteile Alt-Hamborn und Marxloh, aber auch auf die Gesamtstadt und die angrenzenden Kommunen haben wird.
Das Fazit der Fachleute, die sich als Stadt- und Raumplaner auf die Bereiche Städtebau und Einzelhandelsentwicklung spezialisiert haben: „Durch das Vorhaben resultieren keine negativen Auswirkungen auf den Bestand und die Entwicklungsmöglichkeiten der zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg und im Untersuchungsraum. Die Struktur, die jeweilige Funktionsbedeutung und die Entwicklungsziele für die zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg sind angesichts der aufgezeigten absatzwirtschaftlichen Auswirkungen nicht gefährdet.“
Integration wichtig
Die Gutachter gehen davon aus, dass „das Vorhaben bei geeigneter städtebaulicher Integration und funktionaler Abstimmung als Trittstein für die Entwicklung einer Bezugs- und Entwicklungsachse zwischen den beiden gewachsenen Geschäftslagen Hamborn und Marxloh fungieren kann“. Ferner glauben sie an „Synergieeffekte zwischen den gewachsenen Geschäftslagen, auch oder gerade für solche Sortimentenbereiche, die nicht im FOC oder in einer anderen Qualitätsstufe angeboten werden. Dies sind erfahrungsgemäß gastronomische Einrichtungen, Dienstleistungen, Beherbungsgewerbe, aber auch bestimmte Einzelhandelsausprägungen, wie der Beratungseinkauf“.
Untersucht haben die Dortmunder das gesamte Umfeld, also neben Gesamt-Duisburg die Städte Dinslaken, Oberhausen, Essen, Düsseldorf und Moers. In Duisburg erwarten sie folgende Entwicklungen für den Bekleidungs-Einzelhandel: In Walsum (Bestandsumsatz 7 Mio Euro pro Jahr) könnte der Umsatz um bis zu vier Prozent sinken, in Hamborn-Marxloh (28 Mio Euro) um maximal sechs Prozent. Meiderich (3 Mio Euro) und die Innenstadt (136 Mio Euro) dürften je etwa fünf Prozent Umsatz verlieren, Rheinhausen (8 Mio Euro) maximal drei Prozent. Dinslaken könnte drei Prozent Umsatz einbüßen, wie auch Oberhausen Sterkrade. Das Centro müsste mit vier Prozent Minus rechnen. In der Essener Innenstadt und Moers werden zwei Prozent Rückgang veranschlagt, in Düsseldorf ein Prozent.
15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche
Alle Angaben gelten für den Fall, dass 15 000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Diese Größe wird in der ersten Phase geplant. Eine Aufstockung in einer Folgephase bis 25 000 qm sollen als Option möglich sein.
Die Dortmunder prognostizieren folgende Jahres-Umsätze im FOC, wenn es an der A 59-Ausfahrt Marxloh entsteht:
Bekleidung 37,2 bis 46,5 Mio Euro;
Schuhe/Lederwaren: 6.3 bis 8,1 Mio Euro;
Sportartikel: 4,2 bis 5,4 Mio Euro;
Hausrat/Einrichtungszubehör: 3,6 bis 4,2 Mio Euro;
Uhren/Schmuck: 1,8 bis 2,1 Mio Euro;
Spielwaren, Neue Medien, Sonstiges: 4,2 bis 5,4 Mio Euro. Das entspricht einem Gesamtumsatz von 57,3 bis 71,7 Mio Euro.
Die Gutachter gehen davon aus, dass ein FOC letztlich eher umsatzsteigernd als -mindernd für die Stadtteile ist, da sie annehmen, dass Kunden, die im FOC nicht fündig werden, sich auch im Umfeld umschauen.
08:10
In Marxloh gibt es soviele Geschäfte, die mit jeden Laden in einem Outlet-Center konkurieren könnten. Man bräuchte nur die Einkaufsstraßen etwas aufpeppen und vor allen Dingen sauber halten. Denn das schreckt potenzielle Kunden ab, die dann lieber ins CentrO fahren, weil dort Sauberkeit Vorrang hat.
08:05
Yilmiz Ö., alles was der Stadt Geld bringt, wird gebaut. Reparatur von Radwegen und auch Schlaglöcher in den Straßen bringen kein Geld, sondern kosten an Unterhalt. So etwas kann die Stadt nicht gebrauchen.
08:01
Yilmaz Ö, Du hast hundertprozentig recht.
07:59
Noch so ein Betonklotz, der die Gegend verschandelt.
09:12
Lieber Yilmaz ö. was nützen reparierte Radwege, wenn diese, wie täglich in Marxlo Weseler Straße als Parkraum mißbraucht werden. Trotzdem hast Du recht;)
17:57
seht mal lieber zu , das die fahrradwege in walsum und umgebung vernünftig repariert werden , auch die strassen und bürgersteige haben es nötig. aber nein ,so ein outlet center ist ja so wichtig. in roermont gibts nur auslaufware zu horrorpreisen. ich hab nicht ein teil da gekauft. in hamborn ist das zun scheitern verurteilt.
14:00
Ich weiß immer noch nicht, was ein O U T L E T-Center beinhaltet.
13:00
unglaublich,
nun denn, noch ein einkaufstempel. woher soll die kohle kommen? die sind doch tatsächlich der meinung, dass es was besonderes ist. lächerlich.
temporär wird alles laufen, doch mit den jahren wird das bauwerk enden wie horten, oder die kleine einkaufspassage in marxloh. alles wird verkommen und oder durch spielhallen oder dönerbuden besetzt. das geld für so ein projekt kann man besser für die erhaltung des schwelgernstadions nutzen, um durch sport die integration der kollegas zu verbessern.
haut rein, dann habt ihr was gutes zu tun.
12:51
Also ich finde ein FOC in Duisburg einfach spitze. Sollte es woanders in der Region gebaut werden verlieren wir nicht nur den Umsatz in Duisburg, sondern auch die Arbeitsplätze, die Steuereinnahmen, die Werbung für Duisburg etc.
Für Marxloh wäre es ebenfalls die Chance von dem Image Istanbul in Duisburg weg zu kommen.
Machen wir uns doch nichts vor, welcher Duisburger geht im Duisburger Norden einkaufen, doch wohl nur die zum Mediamarkt wollen. In Walsum kann mann nicht mehr Einkaufen, weil es hier nichts mehr gibt. Ich möchte jetzt nicht als rechter verschrieen werden, aber in Marxloh gehen zu 90% Ausländische Mitbürger einkaufen, hier ist gewollt oder ungewollt ein Getto entstanden. Darum bitte lasst uns das FOC bauen und davon profitieren. Wir brauchen in Duisburg jeden Arbeitsplatz, jeden Euro und vor allen auchmal positiver Werbung
09:32
Cool... Endlich ein Outlet für Teppiche, Brautkleider und gefakte Proll-Labels...
Und Achtung!!! Keine verkehrsberuhigende Schwellen auf den Parkplatz!!!! Die Kundschaft von nebenan schaffte es dann nicht drüber und muss mit den getunten Rennwagen noch weiter dei B´8 blockieren!!!
Und die Überschrift müsste heißen:
Umfeld wäre Gefahr fürs Outlet-Center in Duisburg