Energiewirtschaft
Noch mehr Probleme im Kraftwerk Walsum
01.07.2010 | 16:11 Uhr 2010-07-01T16:11:00+0200
Duisburg-Walsum.Im neuen Block des Walsumer Kraftwerks sind 1500 Schweißnähte undicht - und es kommen mehr Probleme hinzu: Auch an der Turbine wurde eine Schwachstelle entdeckt. Die soll bei der Schweißnähte-Reparatur mit ausgebügelt werden.
Nicht nur die Schweißnähte im neuen Walsumer Kraftwerkblock sind ein Problem: Auch an der Turbine ist eine Schwachstelle bekannt geworden. Zwar wurden dort laut Evonik keine Undichtigkeiten beobachtet, aber es wurden „leichte Schwingungen“ an der Welle gemessen. Deshalb hat sich das Unternehmen entschieden, während der jetzigen Schweißnaht-Reparaturen auch gleich „die Läufer dieses Turbinenteils vorsorglich nachzuwuchten“. Evonik räumt ein: „Das schwingungsfreie Lagern der Turbinenwelle ist eine der großen technischen Herausforderungen in der Kraftwerkwirtschaft.“
Unabhängig von den derzeitigen Problemen stellt der Energieversorger klar: „Der Kraftwerkblock 10 ist sicher und entspricht dem Stand der Technik. Zu keinem Zeitpunkt der Erprobung hat es Gefährdungen von Nachbarn und Umwelt gegeben. Die Erprobung einer komplexen technischen Anlage ist ein festgelegter systematischer Prüf- und Abnahmeprozess, in den externe Sachverständige eingebunden sind.“
Im übrigen gebe es Sicherheitskomponenten, die im Falle einer Betriebsstörung aktiv werden: Das sind Ventile auf dem Kesselhausdach und Druckentlastungsflächen. Wenn die Anlage erst einmal läuft, fährt sie mit einem Druck von über 300 bar (der Prüfdruck lag bei 522 bar) und einer Dampftemperatur von 620 Grad Celsius.
Der Gerüchteküche nach sollen minderwertige Materialien verbaut worden sein. Den Vorwurf weist Evonik allerdings entschieden zurück: Es sei „ausschließlich ein moderner Stahl-Werkstoff für die Kesselrohre eingesetzt“ worden, „der die hohen Dampfparameter und damit den hohen Wirkungsgrad von nahezu 46 Prozent ermöglicht“. Verarbeitet worden sei ausschließlich Qualitätsstahl aus Japan und Europa.
10:29
Endlich wissen wir, was mit ‚modernster’ Technik gemeint ist: unerprobt. Genauso neu ist die Methode, die Rauchgase zusammen mit dem Dampf über den Kühlturm abzuleiten, zumindest bei einem Abstand von gerade einmal 300 Meter von einem Wohngebiet entfernt. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind völlig unklar - das heißt, wir sind die Versuchskaninchen. Weiter lobt Evonik sich, größte Sorgfalt bei den Reparaturarbeiten walten zu lassen. Welch eine Großzügigkeit, wenn die Subunternehmer den Schaden bezahlen müssen!
09:12
Man sollte die ganze Struktur mal unter die Lupe nehmen:
Auftraggeber Evonik - Generalunternehmer Hitachi - beauftragt Subunternehmer - die beauftragen tschechische und ungarische Sus-Subunternehmer - und die arbeiten mit Leuten, deren Qualifikationen zweifelhaft sind. Zusätzlich werden durch die (unnötige) Verwendung höchstlegierter Stähle den Schweißern nahezu unlösbare Aufgaben gestellt. Was die Japaner von Hitachi nicht verstehen ist der Unterschied zwischen Labor- und Baustellenbedingungen.
Über allem aber schwebt das Verfahren, Aufträge immer weiter in der Sub-Sub-Sub-Schiene in den unteren Dumpinglohn-Bereich zu verlagern, wodurch Schreibtischtäter und sog. Planungs- oder Engineering-Firmen reich werden, die wirkliche Arbeit aber von unterbezahlten armen Wichten hochwertig erledigt werden soll.
Armes Deutschland !!!!!
07:48
Das Ganze nennt man Arbeitsplatzerhaltung ohne in Betriebsnahme.
Das ist doch eine saubere Sache.
07:23
Ich habe so langsam das Gefühl, dieses Monstrum wird nie in Betrieb gehen. Dank deutscher Wertarbeit.
21:45
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21:42
ach, hier tummelt sich ja wieder die geballte kompetenz der ökos.
@brami
wo bitte ist uns je ein kraftwerk in deutschland um die ohren geflogen? mag sein, dass sie das durch ihre ökobrille anders sehen. in einer traumwelt lebts sich eben schön, was?
@6mine1975
da haben wir ja wieder einen anhänger der klimamafia. auch ihnen rate ich dringend sich mal bei unabhängigen informationsquellen zu informieren.
der mensch hat nur einen marginalen einfluss auf das klima, der gegen null konvergiert. aber auch für sie gilt: schön weiter träumen.
und erneuerbare energien als effizient zu bezeichnen ist einfach lachhaft. das ist mit abstand die teuerste form der energiegewinnung.
das können sie ja mal beim nächsten parteitag der grünen ansprechen.
21:41
ahhhh, der zensator hat mal wieder zittrige finger. sie brauchen sich überhaupt nicht zu wundern, dass immer mehr leser ihrem käseblatt den rücken kehren. wer so mit seinen kunden umgeht wird auf dauer die quittung zu tragen haben.
21:37
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21:34
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20:15
Ein neues Kernwasserwunderland wäre schön....:-)