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Neue Technik begeistert Duisburger Bürgerfunker

07.08.2012 | 13:00 Uhr
Neue Technik begeistert Duisburger Bürgerfunker
Bürgerfunker „Walla“ Lippert (l.) und Berend Vigils von der Sparkassenstiftung. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Meiderich. Der Sender Rio an der Koopmannstraße 98 kämpft seit ein paar Jahren ums Überleben. Deshalb wurde bekanntlich ein Patenschaftsprogramm ins Leben gerufen. 100 Paten, die je 100 Euro geben, sind nötig, damit der Bürgerfunk über die Runden kommt. Vorausgesetzt, die Technik spielt weiter mit. Denn an Neuanschaffungen ist nicht zu denken.

Da kommt eine Spende der Duisburger Sparkassenstiftung gerade recht: Die hat nämlich 5000 Euro locker gemacht, damit das inzwischen in die Jahre gekommene Mischpult endlich gegen ein neues ausgetauscht werden konnte.

„Das alte stammt noch aus den Anfangstagen unseres Senders“, erzählt Rio-Gründungsvater Walter Lippert. „Es knackte und rauschte.“ Ohne die Fingerfertigkeit und Trickserei des Tontechnikers Siggi Ciszak, lob „Walla“ Lippert, hätte man eigentlich schon lange keine vernünftigen Tonaufzeichnungen mehr machen können. Aber das ist Geschichte: Ganz stolz präsentierten Lippert und Ciszak am Montag die neue Technik und gaben Berend Vigils, der als Stellvertreter der Sparkassenstiftung gekommen war, eine kleine Einführung in die Geschichte des Bürgersenders: 1990 ging der Bürgerfunk zusammen mit Radio Duisburg auf Sendung.

„Seitdem“, so Lippert, „ist nicht eine einzige Sendung ausgefallen, wurde kein einziger Beitrag von uns abgelehnt.“ Darauf sei man sehr stolz, zumal man mit Fug und Recht behaupten könne, auch heiße Eisen anzufassen. Besonders gerne erinnert sich der Gründungsvater an einen Besuch von Gregor Gysi, den er zum Bau der Mauer befragte. Aber auch an eine sechsstündige Moderatoren-Show, die er mit seinem großen Vorbild Chris Howland einmal bestritten hat. „Der war ja sowas von nett und unkompliziert“, schwärmt der heute 65-jährige „Walla“.

Ans Aufhören denkt bei Rio übrigens niemand, es sei denn, die Geldgeber gehen aus. „Wir betteln nicht um Spenden. Wenn das nötig würde, machen wir Schluss.“

Gregor Herberhold

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Kommentare
08.08.2012
17:05
Neue Technik begeistert Duisburger Bürgerfunker
von Walter.Lippert | #3

Na da bin ich aber froh dass nicht solche anonymen Dummschwätzer und Kluckscheißer die Entscheidung zu treffen hatten, die übrigens gerne eingeladen sind den Sender RIO
an einem öfffentlichen Bürgertreff ( jeden Montag von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr) einmal zu besuchen.
Dann können wir ja ohne Anonymität und in gleicher Augenhöhe mal diskutieren.

Mit Radio"aktiven" Grüßen

Walter (Walla) Lippert

08.08.2012
10:09
Neue Technik begeistert Duisburger Bürgerfunker
von 47169marxloh | #2

Gut,dass es den Bürgerfunk gibt, wenn er mir ab und zu auch mal zu parteisch in der Gesprächsführung ist-Radio sollte immer moderieren, nie Partei ergreifen. Aber mal ne Frage:Wozu braucht ein Bürgerfunksender ein so riesiges Mischpult? Da sitzen doch höchstens in den Runden sechs Menschen plus 2 CD Einspielungen,- oder erleben wir im Bürgerfunk demnächst Liveauftritte der Philharmoniker?

08.08.2012
09:00
Geld zum Fenster rausgeworfen
von KritikierMH | #1

Anstatt das Geld in eine so überflüssige Sache wie den Bürgerfunk zu stecken, hätte man diese 5000 Euro besser in Projekte für Kinder und Jugendliche gesteckt. Zum Glück läuft dieser Mist im Radio ja mittlerweile nach 21 Uhr und vermüllt nicht mehr den Äther!

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