Neubaugebiet wird kleiner als geplant

Die Brachfläche an der Oberen Holtener Straße ist nun als Bauland im Bebauungsplan vorgesehen. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
Die Brachfläche an der Oberen Holtener Straße ist nun als Bauland im Bebauungsplan vorgesehen. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Bezirksvertretung Hamborn: Das Neubaugebiet zwischen Ardesstraße und Oberer Holtener Straße nach der Bürgerbeteiligung deutlich bescheidener ausfallen

Röttgersbach..  Um über die Hälfte kleiner als ursprünglich geplant soll das Neubaugebiet zwischen Ardesstraße und Oberer Holtener Straße ausfallen.

Nach zahlreichen Einsprüchen, die von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gegen das potenzielle westliche Baufeld vorgebracht wurden, legte die Stadtverwaltung der Bezirksvertretung Hamborn jetzt einen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1166 vor, der nur noch das östliche Baufeld vorsieht.

Dem stimmten die Bezirksvertreter ohne Diskussion zu. Die letzte Entscheidung trifft Ende April der Rat der Stadt.

Bereits im Dezember hatte die Stadtverwaltung den Bezirksvertretern diesen Kurswechsel angekündigt. Die weitgehende Ablehnung der Hinterlandbebauung durch die Anwohner selbst hatte sie dazu gezwungen. Denn damit war der dort geplanten Umlegung der Grundstücke als Voraussetzung für die Bebauung die Grundlage entzogen.

Bei einer Umlegung werden die Flächen so neu auf die Grundbesitzer aufgeteilt, dass jeder eine dem Umfang seines Besitzes entsprechende Fläche als Bauland erhält, ohne übermäßig mit nicht bebaubaren Erschließungsflächen belastet zu werden. Auch dagegen hatte es starke Vorbehalte gegeben.

Erstmals nach dem Ende der Ära des Baudezernenten Jürgen Dressler legte die Verwaltung eine Sitzungsvorlage vor, aus der die mahnenden Stellungnahmen der Bürger wortwörtlich hervorgehen. In anderen Städten ist diese Vorgehensweise seit Jahrzehnten üblich. Duisburgs Lokalpolitiker hatten aber auch nie danach gefragt.

Im Fall des westlichen Baufeldes waren sie aber eindeutig: „Die eng an unsere Grundstücksgrenze reichende Bebauung stellt eine erhebliche Beeinträchtigung unserer Wohnqualität dar“, heißt es da. Oder: „Der zum Teil alte Baumbestand mit seinen Grünflächen dient indirekt allen Anwohnern dieses Areals und trägt entscheidend zum aktuellen Wohnklima bei.“ Ähnlich: „Ich will meine Ruhe im Garten und das lasse ich mir nicht nehmen.“ Ferner: „Die Immobilien mit den großen Grundstücken wurden gerade wegen ihrer Größe von den Besitzern erworben.“

Im verbleibenden östlichen Baufeld ist jetzt noch möglich, eine größere Baulücke im Bogen der Oberen Holtener Straße zur Ardesstraße hin mit maximal zweigeschossigen Häusern zu schließen. Von dort aus soll auch ein Weg ins Hinderland führen, wo ebenfalls vier bis fünf Eigenheime möglich wären.

Zum Ausgleich für die westliche Hinterlandbebauung war eine Grünanlage im Bereich Ardes­straße/Adamstraße, außerhalb des Bebauungsplans, vorgesehen. Auf sie kann damit verzichtet werden.