MSV bleibt stur
16.07.2008 | 18:35 Uhr 2008-07-16T18:35:00+0200Meidericher Bürger sind sauer, weil ihnen immer noch der Weg durchs Grün versperrt bleibt.Vertrag mit der Stadt nimmt den Anwohnern die Hoffnung. Fragen bleiben offen
Tausend Unterschriften haben bisher nicht viel bewegt. Für Karin Schlipper und Tanja Quack ein ernüchterndes Ergebnis. Seit der MSV ihnen den Weg durch die Grünanlagen kurz vor Ostern gesperrt hat, ärgern sich die Meidericher. Karin Schlipper: "Wir werden uns im nächsten Jahr im Wahlkampf für die ,tolle' Unterstützung bedanken."
Die Frauen konnten all die Jahre von Ratingsee zum Meidericher Stadtpark joggen oder auch spazieren gehen, ohne über die Straße zu laufen. Seit der MSV in einer Nacht- und Nebelaktion den Weg durch einen Zaun versperrt hat, ist nicht mehr viel passiert. Nur die Wut ist größer geworden, weil offensichtlich im Rathaus keiner Lust hat, das Problem zu lösen. Zwar hatten sich die Bezirksvertretung insgesamt, besonders aber der Meidericher Ratsherr Bruno Sagurna für den Erhalt des Weges stark gemacht, aber Erfolg hatten sie nicht. Tanja Quack: "Seit die den Weg zugemacht haben, ist nichts passiert. Dann hätten sie ihn auch offen lassen können. Warum benimmt sich der MSV so, dass man ihn hasst?"
Genau das hatte das Immobilienmanagement der Stadt vom MSV verlangt, aber ebenfalls ohne Erfolg. Für Kerstin Quack ist es schon ein bemerkenswerter Umstand, dass der Meidericher CDU-Vorsitzende Thomas Kretschmer auch gleichzeitig im MSV-Vorstand sitzt. Und dass der Sportverein auch sonst gute Kontakte zum Rathaus hat, ganz besonders dessen Chef Walter Hellmich, ist ja nicht unbekannt.
Die Meidericher Bezirksvertretung hatte nach den wütenden Bürgerprotesten vom Rechtsamt Aufklärung über den Sachverhalt verlangt. Denn die Politiker hatten beschlossen, dass der Weg erhalten bleiben müsse, aber eine Verlegung möglich sei.
Jetzt schreibt das Rechtsamt in einer Stellungnahme, dass man sich im Jahr 2007 über die Ausbauart des Ersatzweges verständigt habe. Am 16. April habe man dann allerdings festgestellt, dass der man aus Naturschutzgründen den Ersatzweg nicht herrichten könne, weil dazu massive Rodungen notwendig seien. Und im übrigen stellt die Stadt lapidar fest: "Nach den vertraglichen Gegebenheiten ist eine bestimmt Reihenfolge bezüglich der Errichtung des Weges und derEinziehung des alten Weges nicht getroffen worden."
Erschwerend kommt für die Meidericher noch hinzu, dass auch der andere Weg nach Ratingsee derzeit nicht nutzbar ist, weil hier eine Pipeline verlegt wird.
13:27
Die Herren Sauerland und Hellmich sind nun mal so.
00:28
Schluss mit der Ohnmacht der Bezirksvertretung, die Stadtspitze muss hier ein Machtwort sprechen und dem Beschluss der BV Geltung verschaffen. Haben wir in Duisburg Demokratie oder Demokratur?
23:49
Es ist schon ein Unding, dass die CDU in der Bezirksvertretung gmeinsam mit der SPD beschließt, dass für die Bürgerinnen und Bürger ein Zugang offen bleibt bzw. neu geschaffen wird und CDU Mitgleider dies dann scheinbar nicht interessiert. An einen solchen Beschluss müsste sich eigentlich auch der Vorsitzende der Meidericher CDU halten. Gerade von ihm als Vorstandsmitgleid des MSV sollte man doch erwarten, dass er seinen Einfluss geltend macht. Aber weit gefehlt. Da wird doch nur noch einmal ganz deutlich, dass der CDU und leider scheinbar auch dem MSV die Bürgerinteressen völlig egal sind. Wirklich ärgerlich ist darüber hinaus, dass in der Stadtverwaltung unter dem CDU-Oberbürgermeister die Bedingungen unter denen die Bezirksvertretung ihre Zustimmung gegeben hat nicht eingehalten werden. Dort hieß es nämlich, dass vor einer Sperrung ein neuer Weg geschaffen werden muss. Hier scheint die Willkür wirklich Einzug gehalten zu haben und dem Oberbürgermeister der Wille der Politik völlig egal zu sein.
23:19
Auch wenn die vielen roten Jahre im Duisburger Rathaus vielleicht nicht die besten waren, aber was momentan für eine Vetternwirtschaft betrieben wird, geht auf keine Kuhhaut.
22:10
Das Verhalten des MSV ist halt schäbig, der Weg wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einfach so zu gesperrt. Der ersatzweg soll erst im Herbst kommen. Auf die Bitte den alten Weg so lange offen zulassen reagiert man nur mit Floskeln und Ausreden. Meine Bitte an die Beschwerdeführerinnen, Bitte kämpfen Sie weiter. Aber die gleiche Bitte richte ich auch an die Politiker, bringe sie den Mut auf und kämpfen sie weiter. Es zeichnet sich immer mehr ein Skandal ab, wie man mit den Bürgerinnen und Bürgern in dieser Stadt umgeht. König Adolf Sauerland, König Walter Hellmich und seine Gefolgsleute wie der Meidericher CDU Chef müssen wieder in die Schranken verwiesen werden, und ihnen muss aufgezeigt werden, dass sie nicht im rechtsfreien Raum leben. Wie ich Ihren Bericht entnehmen konnte gibt es auch noch ein paar aufrechte Politiker, sie erwähnen Ratsherrn Bruno Sagurna . Ich bitte Herrn Sagurna im Namen der Beschwerdeführerinnen die Flinte jetzt nicht ins Korn zu werfen, sondern alles Mögliche zu unternehmen auch wenn es bis jetzt noch keinen Erfolg gebracht hat, Bitte kämpfen sie für eine gerechte Sache weiter. Auch wenn die Stellungnahme der Stadt Duisburg nicht allzu positiv für die Beschwerdeführerinnen ausgefallen ist, sollte man wirklich alle Möglichkeiten die jetzt noch bestehen nutzen. Denn wie hier der Bürger will mit Füßen getreten wird , das ist schon ein großer Skandal.