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Modriger Schulkeller in Duisburg-Walsum bereitet Sorgen

12.11.2012 | 18:00 Uhr
Modriger Schulkeller in Duisburg-Walsum bereitet Sorgen
Der Keller der Grundschule Schulstr. in Walsum läuft voll mit Wasser, Katja Otti zeigt Detlef Freese und Georg Berner die Folgen.Foto: Michael Dahlke

Duisburg-Walsum. „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt Ingrid Wilfert, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße in Walsum. In erster Linie meint sie damit den Schimmel an den Wänden und auf dem Boden des Kellergeschosses, das durch Grundwasser nahezu komplett durchfeuchtet ist.

Zum anderen verärgert Wilfert die Ungewissheit darüber, ob und wann der Schaden behoben wird. Denn: Sowohl das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) als Eigentümer und die Duisburger Bildungsholding als Mieter hätten bereits im Sommer, als der Keller unter Wasser stand, ihre Unterstützung zugesichert – die es allerdings bis heute nicht gab.

„Uns wurde versprochen, dass in den Herbstferien umgebaut wird“, erklärt Wilfert. „Schließlich können wir den Keller nicht einfach abschließen. Wir müssen hier rein. Hier unten sind Küche, Mensa und ein Aufenthaltsraum für die Jungen und Mädchen des offenen Ganztags. Daher wurde vereinbart, dass eine Küche im Erdgeschoss eingebaut wird.“ Geschehen sei deshalb nichts, weil sich die Parteien nicht einigen können, wer für die Umbaumaßnahmen aufkommt, so Wilfert. „Ich habe das Gefühl, dass sich beide Seiten den schwarzen Peter jetzt gegenseitig zuschieben. Das nutzt uns aber rein gar nichts“, sagt Wilfert.

Die Räume der Schule, die erst in diesem Jahr für 1,3 Millionen Euro energetisch saniert wurde, werden weiter genutzt – trotz immer größerer Probleme durch Schimmel und andere Ausblühungen an den Wänden.

„Ein schlechter Witz“, findet SPD-Ratsherr Georg Berner, der sich das Problem ansah und OB Link informierte. „Es kann nicht sein, dass sich die Kinder hier in verschimmelten Räumen aufhalten müssen, nur weil die Zuständigen sich nicht einigen können, wer bezahlt.“

Die Schüler klagen über Übelkeit, wenn sie sich im Kellergeschoss befinden und verweigern teilweise sogar das Essen, wie Betreuungspersonen berichten. „Viele der Jungen und Mädchen hungern lieber und essen dann zu Hause“, erklärt Katja Otti von der Elternpflegschaft.

Doch wie soll es jetzt weitergehen? „Über kurz oder lang, muss der Keller saniert und das Eindringen von Grundwasser verhindert werden“, sagt Wilfert. Denn wieso das in die Kellerräume der Schule fließt, ist noch nicht genau bekannt.

Auf eine Antwort von IMD und der Bildungsholding warten Schulleitung, Eltern, Kinder und Politiker immer noch.

Von Dennis Bechtel



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