Miteinander reden
30.11.2009 | 18:36 Uhr 2009-11-30T18:36:04+0100Zusammenleben funktioniert nur mit Verständigung. Das ist der Leitgedanke des Tags des Dialogs. Einmal im Jahr soll er ein Forum für den Meinungsaustausch sein.
Überall in Duisburg kamen am Samstag Menschen zusammen, um über das Thema „Wir sind DU" zu diskutieren. So auch im Kulturbunker an der Dieselstraße in Bruckhausen.
Leider folgten nur wenige Bürger der Einladung des Referats für Integration der Stadt Duisburg und des Anti-Rassismus-Informations-Centrums. Von zehn geladenen Gästen kamen nur drei zum Dialogtisch. Moderator Klaus Steffen, der als Medienpädagoge im Kulturbunker arbeitet, ließ sich davon aber nicht entmutigen. Mit seinen drei Gästen sprach er bei Kaffee und Kuchen über das Leben in Bruckhausen. „Es ist immer wichtig, dass die Menschen miteinander reden”, sagt er.
Einig waren sich die Gäste, dass sie gerne in Bruckhausen leben. „Ich wohne gerne hier, die Vorurteile kann ich nicht mehr hören", sagt Thea Abrath. Die 74-Jährige ist gebürtige Bruckhausenerin und will ihren Stadtteil nicht missen. Vor allem das Gerede um Integration ist ihr ein Dorn im Auge. „Integration kann man nicht aus dem Hut schütteln", sagt Thea Abrath. „Die Menschen wachsen allmählich zusammen." Persönlich hat sie viele gute Erfahrungen mit ihren türkischen Nachbarn gemacht. Die 74-jährige Otti Schilg-Hafkemeyer beurteilte das Thema Integration etwas anders. „Ich finde nicht gut, dass wir von Türken überschwemmt werden", erklärt sie. „Wenn ich das Fenster aufmache, dann höre ich nur Türkisch, aber kein Deutsch." Verteufeln will sie ihre ausländischen Mitbürger nicht, aber die Integrationsproblematik dürfe sich nicht auf einen Stadtteil konzentrieren.
Bedauerlich allerdings, dass beim Dialog im Kulturbunker die Sicht der türkischen Bürger fehlte.
15:29
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08:48
Türkische Bürger fehlten in Bruckhausen beim Dialog im Kulturbunker weil sie Integration und Gespräche hierzu nicht interessieren ! – Das ist kein Vorurteil, sondern Realität.
03:01
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21:11
Gab es keine Einladungen auf türkisch?
Vielleicht hätte man die Migranten für ihre Präsenz honorieren sollen,
im Schulunterricht im deutschen Jugendknast soll das so funktionieren, zeigte kürzlich SPIEGEL-TV.