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Menschen 2011 im Duisburger Norden

30.12.2011 | 07:57 Uhr
Menschen 2011 im Duisburger Norden
Der 1. Vorsitzende des jungen Hamborner Heimatvereins: Jörg Weißmann. Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Duisburg-Nord. Und schon ist das Jahr wieder um. In dieser Rubrik erinnern wir an einige der Persönlichen im Duisburger Norden, die sich zum Beispiel besonders engagiert haben oder Jubiläen feierten.

Der Abgetauchte

Links: Rüdiger di Bartolomeo und (rechts) Uwe Krüger gucken aus der Röhre, einem alten Wasserzulauf. Foto: Friedhelm Geinowski

Was der Meidericher Rüdiger di Bartolomeo wohl selbst nicht glaubte, als er mit Kumpeln im vergangenen Jahr die fixe Idee, ein unterirdisches Tauchcenter zu bauen, in die Tat umsetzte: Dass er ein Jahr später, nämlich im April 2011 das Einjährige seiner Basis an der Emmericher Straße 300 feiern würde. Tatsächlich kamen ein paar Hundert Menschen, um dem Hobbytaucher und seinem Verein zu gratulieren – und, um mal in das einstige Trinkwasserreservoir abzutauchen.

Der Ausgezeichnete

Mit dem Meidericher Goldenen Hahn zeichnete die SPD des Bezirks in diesem Dezember Hermann Hildebrand aus. Das Mitglied der Kulturwerkstatt an der Bahnhofstraße lebt seit 1957 in Meiderich und engagiert sich ehrenamtlich für die Kunst. So bietet er etwa Malkurse für Senioren und Behinderte an. Hildebrand ist der elfte Preisträger. Sieben seiner Vorgänger waren am Festtag anwesend, um ihrem neuen Kollegen zu gratulieren.

Die Engagierte

Als bekannt wurde, dass der Botanische Garten Hamborn komplett geändert und die Tropenhäuser geschlossen werden sollten, da gingen die Bürger auf die Straße. Die Hambornerin Adda Grimm gründete mit Gleichgesinnten erst eine Bürgerinitiative, später dann einen Förderverein, der den Garten erhalten wissen und unterstützen will.

Die Hundertjährigen

Sage und schreibe 41 Damen und Herren, die 100 oder mehr Jahre alt sind, lebten nach Auskunft der Stadt Duisburg 2011 im Duisburger Norden. Ihnen allen nochmals herzlichen Glückwunsch und alles Gute fürs Jahr 2012. Nachfolgend die Jubilare des zu Ende gehenden Jahres: Elisabeth Drewes, 100 Jahre; Lidia Fidelak, 101 Jahre; Charlotte Bernhard, 100 Jahre; Wanda Wallacher, 102 Jahre; Martha Schulz, 100 Jahre; Anna Schröer, 103 Jahre; Martha Tondasch, 103 Jahre; Hedwig Moser, 100 Jahre; Joseph Hasken, 100 Jahre; Franz Rosenschild, 105 Jahre; Maria Müller, 103 Jahre; Luise Haverkamp, 101 Jahre; Alfred Lukowitz, 100 Jahre; Maria Mikolajewski, 101 Jahre; Paula Repensek, 105 Jahre; Walter Rößler, 100 Jahre; Herbert Siegmund, 100 Jahre; Elfriede Frenzel, 101 Jahre; Klara Halbe, 100 Jahre; Magdalena Hartmann, 101 Jahre; Katharina Görtz, 101 Jahre; Theodora Gerharz, 100 Jahre; Rosalie Laskowski, 102 Jahre; Gertrude Beine, 100 Jahre; Johanna Schinnen, 103 Jahre; Lina Schröder, 107 Jahre; Erna Polzin, 102 Jahre; Helene Knoppik, 101 Jahre; Hedwig Schneider, 100 Jahre; Maria Nawrocki, 105 Jahre; Helene Kube, 101 Jahre; Anna Köhler,101 Jahre; Pelagia Beschmann, 100 Jahre; Margareta Münsberg, 108 Jahre; Hedwig Buhl, 101 Jahre; Anna Kreutzenbeck, 103 Jahre; Josefine Berg, 100 Jahre; Margarete Märker, 101 Jahre; Maria Biesenbender, 100 Jahre; Wilhelmine Stilck, 100 Jahre; Luise Hofäcker, 106 Jahre.

Der Tausendsassa

Rudolf Kley in Meiderich Foto: Tanja Pickartz

Der Meidericher Apotheker, Maler, Kunstinteressierte und Politiker Rudolf Kley feierte im Dezember seinen 65 Geburtstag. Offiziell könnte er sich damit aufs Altenteil verabschieden. Das aber würde der Tausendsassa niemals tun: „Ich arbeite, solange ich kann, kriege keine Rente. Ich habe viel Fantasie, aber unter nix tun kann ich mir nix vorstellen“, sagt er.

Der Konflikttrainer

Das Bundesverdienstkreuz erhielt der Walsumer Pfarrer Austen Peter Brandt Anfang Dezember von Bundespräsident Christian Wulff in Berlin überreicht. Damit wurde das Engagement des evangelischen Kirchenmannes für eine friedlichere Welt gewürdigt. Brandt, der drei Staatsangehörigkeiten besitzt, die deutsche, die englische und die nigerianische, setzt sich seit Jahren für ein konfliktfreies, interkulturelles Leben ein und leitet Antirassismus-Trainings. Wegen seines ungewöhnlich großen Engagements wurde er nach Berlin eingeladen und erhielt den Orden nicht nur, wie sonst üblich, vom Bürger- oder Oberbürgermeister seiner Heimatstadt überreicht. Er wurde im vergangenen Jahr auch schon mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Der Langläufer

Der Prämonstratenser-Pater und Pastor von Herz-Jesu Neumühl, Pater Tobias, hat im zu Ende gehenden Jahr rund 250 Kilometer in Joggingschuhen zurückgelegt, um Geld für bedürftige Kinder und sein Projekt Lebenswert zu sammeln. Der Marathon-Mann, der dieses Jahr in Frankfurt, Rom, Marrakesch, Essen und in Biel gelaufen ist, legt derzeit wieder einen Marathon hin. Allerdings im übertragenen Sinne: In seiner Gemeinde muss er Geld für die Sanierung der maroden Kirchendecke zusammentrommeln. Keine Kleinigkeit, für den Pater aber durchaus machbar.

Der Helfer

Mathias Eckardt, Leiter der Regenbogen Grundschule in Duisburg Marxloh, mit seiner Frau Elisabeth bei den Gewährsleuten im nordostiondischen Sikkim. Foto: privat

Der Marxloher Grundschulleiter Mathias Eckardt engagiert sich nicht nur leidenschaftlich für seine Schützlinge in der Regenbogenschule, sondern auch in Indien und Nepal: Mit einem von ihm gegründeten Verein finanziert er inzwischen zehn Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren eine Schulausbildung. In den vergangenen Sommerferien war er selbst mit seiner Frau vor Ort, und schaute sich an, wie es seinen Patenkindern im – in den Bergen des Himalaya gelegenen – Bundesstaat Sikkim geht.

Der Heimatfreund

Dass es in Ruhrort, Meiderich und Laar Bürgervereine, in Walsum auch einen Heimatverein gibt, ist bekannt. Bekannt war bis vor wenigen Wochen aber auch, dass es ausgerechnet in der einstigen Großstadt Hamborn keine Gruppe gibt, die sich organisiert mit der Heimatgeschichte befasst. Das sollte sich am 30. November ändern: Der gebürtige Hamborner und jetzt in Bonn tätige Rechtsanwalt Jörg Weißmann gründete den Heimatverein Hamborn – und konnte sich gerade mal fünf Tage später schon über 62 Mitglieder freuen. Mit einer Ausstellung im Rathaus an der Duisburger Straße trat der junge Verein erstmals in die Öffentlichkeit. Weißmann und seine Mannschaft haben Großes vor: Sie möchten ein Heimatmuseum einrichten – am liebsten in der leerstehenden, ehemaligen Bürgermeisterwohnung im Rathaus.

Gregor Herberhold

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2011-12-30 07:57
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