Meidericher Tauchcenter auf der "boot" in Düsseldorf

Großer Andrang beim Tauchcenter Nullzeit auf der Bootsmesse in Düsseldorf am Sonntag, 18. Januar 2015.
Großer Andrang beim Tauchcenter Nullzeit auf der Bootsmesse in Düsseldorf am Sonntag, 18. Januar 2015.
Foto: Gregor Herberhold
Was wir bereits wissen
Nullzeit und Gasometer sind auf der größten Wassersportmesse vertreten. "Ein Pflichttermin", sagen Rüdiger Di Bartolomeo und Christian Patzak.

Duisburg - Meiderich.. Enormen Andrang verzeichneten die beiden Meidericher Indoor-Tauchcenter „Nullzeit“ (Obermeiderich) und „Tauchrevier Gasometer“ (Landschaftspark) am ersten Wochenende auf der Bootsmesse in Düsseldorf.

Christian Patzak vom Gasometer ist zum zehnten Mal auf der Wassersportschau vertreten, die Nullzeiter um Familie Di Bartolomeo zum sechsten Mal. Für beide ist die „Boot“ eine Pflichtveranstaltung: Dort haben sie die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren – und vor allem neue Gäste zu gewinnen. Die Obermeidericher haben 10 000 Flyer gedruckt, bereits am ersten Tag gingen 2500 über die Theke.

Großer Andrang am ersten Wochenende

Selbst am Sonntagvormittag herrschte großer Andrang bei den Obermeiderichern. Jung und Alt hielten an, schauten sich das Modell des Tauchcenters an der Emmericher Straße 306 (in den Ruhrwiesen) an. Und staunten, was die Di Bartolomeus’ und ihre fünf Kollegen in das ehemalige Trinkwasserreservoir mit 16 Millionen Litern Wasser eingebaut haben: Tunnel, ein Piratenschiff, einen Friedhof und vieles mehr. Sogar lebende Störe sind dort anzutreffen. „Kann man denn da auch mit Kindern tauchen“, fragt eine Belgierin ganz interessiert – und freut sich, dass Lisa Di Bartolomeo antwortet: „Na klar.“

Erstmals nicht Untermieter

Dieses Mal haben die Nullzeiter erstmals einen eigenen Stand. Bislang waren sie „Untermieter“ bei einem Partner. Ein teurer Spaß ist es jetzt: „Wir rechnen mit Kosten von etwa 7000 Euro“, sagt Rüdiger Di Bartolomeo, der das Tauchcenter 2010 eröffnete. Er handelt nach dem dem Motto: Wer nicht klotzt, kann nicht gewinnen.

Ähnlich sieht das Christian Patzak. Er und sein neunköpfiges Team nutzen die Gelegenheit zu langen, intensiven Beratungsgesprächen, stellen den 21-Millionen-Liter-Tank in der Nähe des Haupteingangs zum Landschaftspark vor. Erzählen, dass das Wasser, das in der Vergangenheit öfters etwas trüb war, „jetzt so klar ist, dass man das Flugzeugwrack in 13 Metern Tiefe von der Oberfläche sehen kann“.

Wahlgesänge und Musik

Oder, dass man – voraussichtlich ab Frühjahr oder Sommer dieses Jahres – sogar unter Wasser Musik, die aktuellen Fußballergebnisse oder Walgesänge hören kann. „Wir schaffen Lautsprecher an, wie sie beim Wasserballett zum Einsatz kommen. Phänomenal“, schwärmt Patzak. Testhören hat’s bereits gegeben – „alle waren begeistert“. Auch der Mann vom Tauchrevier rechnet damit, dass die Messe ihn um die 7000 Euro kosten wird. „Dafür weiß ich dann aber auch schon im Januar, was das Jahr bringen wird“, sagt er. 4000 Tauchgänge absolvierten Froschmänner bei ihm im vergangenen Jahr. Dazu kamen 1000 Schnuppertaucher, beziehungsweise Tauchanfänger.