Meidericher Rocknacht mit Familienflair

Last Rebel, Tears of Rage und Dead Max spielten im Parkhaus Meiderich. Dem Publikum gefiel es.. Foto: Michael Dahlke / Funke Foto Services
Last Rebel, Tears of Rage und Dead Max spielten im Parkhaus Meiderich. Dem Publikum gefiel es.. Foto: Michael Dahlke / Funke Foto Services
Im Meidericher Parkhaus kredenzten Last Rebel, Tears of Rage und Dead Max Klassiker des Heavy Metal. Markant und dynamisch wie die Originale

Meiderich..  Harte Gitarren, donnernde Drums. Das Parkhaus Meiderich bebt.

Die Zuschauer gehen mit. Es ist ausverkauft. Natürlich. Die Duisburger Band Last Rebel – ein Familienbetrieb – hat Heimspiel. Im Gepäck haben die fünf Covermusiker Hits von Saxon, ZZ-Top, Judas Priest und AC/DC.

Außerdem mit an Bord: Die Gruppen Tears of Rage und Dead Max. Sie fügen dem Spektakel Evergreens von anderen Rockgrößen wie Bon Jovi und Deep Purple bei.

Es geht vertraut zu im Partyschuppen an der Bürgermeister-Pütz-Straße. Denn im Grunde genommen ist es ein Familienfest. Den Anfang machen Tears of Rage. Sie brauchen nicht lange, um die Stimmung im Parkhaus anzuheizen. Sänger Andreas und Kollegen müssen die begeisterten Gäste nicht lange bitten – sie stimmen bei allen Liedern direkt mit an. Wer nicht textsicher genug ist, klatscht eben im Rhythmus mit.

Familienbande gibt es nicht nur auf der Bühne. Verwandte der Musiker tummeln sich im Zuschauerraum. Während der Umbauphase nach der ersten Band herzen und drücken sich daher viele der Gäste. Es wird zusammen angestoßen, geplaudert und gelacht. Abfeiern mit den lieben Verwandten und Freunden kann doch so schön sein.

Dead Max sind als nächstes an der Reihe. Die 2010 gegründete Band besteht aus Mitgliedern aus Duisburg und Moers. Sie sorgen für eine etwas härtere Gangart: Lieder von Korn und den Ärzten heizen die Stimmung zusätzlich an.

Nach einer weiteren Pause und genügend Zeit, um sich an der Bar noch einmal ein kühles Blondes zapfen zu lassen, stehen dann die Stars des Abends auf der Bühne. Und die letzten Rebellen, alle schon fortgeschrittenen Alters, zeigen, dass sie ihren jungen Vorbands in nichts nachstehen. Es folgt ein wahres Gewitter an Rockmusik. Einmal mehr konzentrieren sich die leidenschaftlichen Musiker auf die unzähligen Hits der australischen Band AC/DC.

Sie bieten die komplette Bandbreite und die bekanntesten Lieder aus deren Werk: Bei „Up to my neck” und „Highway to hell” räumen sie den Gästen genügend Gelegenheit ein, mitzusingen. Bei anderen Stücken bringen die fünf die Zuhörer hingegen zum Staunen: Das unverkennbare Intro von „Thunderstruck”, diese flink gespielte Gitarre und der sich langsam aufbauende Hintergrund – wer die Augen schließt, könnte glauben, einem Konzert des Originals beizuwohnen. Und dann die Stimme von Reinald Kersken. Genauso markant und dynamisch wie die von einst Bon Scott. Die Begeisterung steht allen Konzertbesuchern ins Gesicht geschrieben – egal ob Familienmitglied, Freund oder Fan.